Hexenverfolgung an der Mittelahr „Dorfbewohner lieferten die eigenen Leute ans Messer“

Mayschoß · Hexenverfolgung gab es in der Eifel bis in die Neuzeit. Bei seinen Forschungen hat der Mayschosser Autor Sebastian Wolfgang Schmitz neue Erkenntnisse über die brutalen Praktiken. Der GA hat nachgehakt.

 Autor und Hobbyforscher Schmitz am sogenannten Hexentanzplatz bei Esch.

Autor und Hobbyforscher Schmitz am sogenannten Hexentanzplatz bei Esch.

Foto: AHR-FOTO

Nach Ende des Mittelalters, zu Beginn der Neuzeit, geschahen in der Eifelregion Dinge, die man eher dem Mittelalter zuschreiben möchte. Stichwort: Hexenverfolgung und Hexenprozesse. Sie nahmen auf dem Gebiet der Herrschaft Saffenburg Formen an, die ähnliche Praktiken in der Nachbarschaft bei Weitem in den Schatten stellten. Die Herrschaft Saffenburg reichte etwa von Dernau-Marienthal bis Mayschoß-Laach und auch darüber hinaus. Sebastian Wolfgang Schmitz, Chronist der Gemeinde Mayschoß, hat sich bereits in der Vergangenheit mit diesem Zeitabschnitt befasst. Jetzt liegt seine Broschüre unter dem Titel „Hexenverfolgung in der Herrschaft Saffenburg“ in einer zweiten und deutlich erweiterten Fassung vor. Die Lektüre ist erhellend und spannend.