1. Region

Fritzdorfer Spielzeugbörse zum Neustart mit großem Angebot

Interesse trotz Corona-Regeln riesig : Fritzdorfer Spielzeugbörse zum Neustart mit großem Angebot

Die Vielzahl von Fahrrädern war bei der Fritzdorfer Spielzeugbörse enorm - wegen Corona ließen die Veranstalter zeitgleich diesmal nicht so viele Interessenten in den neuen Veranstaltungsort, die Mehrzweckhalle in Fritzdorf.

Irgendwie fühlte es sich die 14. Spielzeugbörse, die am Sonntag von engagierten Fritzdorfern zugunsten des Fördervereins St. Georg Fritzdorf organisiert wurde, wie eine Premiere an. Die neue Ausstellungsfläche in der Mehrzweckhalle war deutlich größer und das Angebot enorm. „Im Herbst 2020 musste die Spielzeugbörse wegen Corona ausfallen“, sagte Anja Schmitz vom Spielzeugbörsen-Team. „Und jetzt mitten in der neuen Corona-Pandemie haben wir den Neustart gewagt und am neuen Veranstaltungsort 98 Anbieter mobilisiert und mit hunderten Kaufinteressenten, die sich an die 3G-Bedingungen hielten, zusammengebracht“, ergänzte Annika Cronsfoth, die mit Schmitz federführend bei den Vorbereitungen war.

Am Samstag hieß es ab 8 Uhr Verkaufstische in der Mehrzweckhalle aufzustellen und drei Stunden später brachten die Anbieter Spielsachen vorbei und platzierten diese. Bedingung war, höchstens 40 Artikel zum Verkauf bereitzustellen. Es wurden beispielsweise so viele Fahrräder wie nie zuvor – der alte Standort der Spielzeugbörse befand sich bis vor zwei Jahren im Jugendheim Fritzdorf – bereitgestellt und auch die Zahl von Puzzeln und Spielen, CDs und Büchern war enorm. Am Büchertisch wollte sich der kleine Frederik, der noch nicht richtig stehen konnte, sofort die Abendlektüre von seinem Papa kaufen lassen. Andere Kinder suchten schon nach Weihnachtsgeschenken bei der größten Spielzeugbörse, die nach dreieinhalbstündigem Verkauf wieder ihre Türen schloss.

Keine Kleidung oder Stofftiere

Kinder- und Sportwagen „warteten“ in der Verkaufszeit genauso auf die Kaufübernahme und neue Nutzung wie Playmobil und Lego. „Hier in der Mehrzweckhalle haben wir mehr Platz und die aktuellen Abstandsregeln lassen sich besser einhalten“, hörte man mehrfach beim Rundgang vorbei an den reich gefüllten Tischen. Ausgenommen vom Angebot waren Kleidung und Stofftiere – nicht nur aus Hygienegründen, sondern hinsichtlich der Tatsache, dass man nicht mit Kleiderbörsen in der Region konkurrieren wollte. Zudem ließen sich die Spielsachen, Bücher, Lauf- und Fahrräder besser vorsortieren. Erfahrene Spielzeugbörsen-Besucher erkannten direkt, wie ordentlich und attraktiv das Artikelsortiment erfasst war.

Dazu gehörte dann auf einem Tisch beispielsweise ein Set zur Tatort-Spurensuche – vermutlich für angehende Kriminalisten zum Üben. Oder ein Bausatz für einen Blechdosen-Roboter könnte in einem neuen Spielumfeld für Begeisterung sorgen. Und auf die Idee zu kommen, noch mit dem Anbieter über Preise zu verhandeln, geht in Fritzdorfs beliebter Spielzeugbörse auch nicht. Der Preis für jeden Artikel steht fest. 20 Prozent vom Umsatz verbleiben in der Kasse des Fördervereins. Zum finanziellen Erfolg der Börsen aus den vergangenen Jahren wusste Anja Schmitz zu berichten, dass es jeweils rund beziehungsweise mehr als 1000 Euro für den Förderverein waren. Einschließlich des Erlöses aus dem parallel verlaufenden Kuchenverkauf.