Verkehr in Wachtberg Gefahr für Grundschüler am Zebrastreifen

Wachtberg · Zwei dicht beieinander liegende Zebrastreifen und ein Fahrbahntrenner. Das sollte eigentlich reichen, dass alle gut über die Straße kommen. In Adendorf scheint das nicht zu klappen, einige sehen ihre Kinder in Gefahr.

Der Zebrastreifen auf dem Schulweg am Zebrastreifen in Adendorf. Einige finden, dass die Autos dort zu schnell fahren.

Der Zebrastreifen auf dem Schulweg am Zebrastreifen in Adendorf. Einige finden, dass die Autos dort zu schnell fahren.

Foto: Petra Reuter

Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Wachtberg hat sich jüngst mit vier Bürgeranträgen beschäftigt. Drei zielten auf eine Aufwertung der gemeindlichen Stellen im Feld des Umweltschutzes. Es gab dabei Diskussionen über einen vermeintlich falschen Abstimmungstext. Ein weiterer Antrag verdeutlichte der vierte die Risiken auf dem Schulweg in Adendorf.

Zwei Zebrastreifen im Abstand von rund 50 Metern, gute Beleuchtung und ein Fahrbahntrenner zum Schutz vor risikobehafteten Überholmanövern: Das war 2021 das Ergebnis einer Sanierung mitsamt Umbau der Bushaltestellen. Viele atmeten ob des Gewinns für die Sicherheit der Schüler auf. Doch laut dem Bürgerantrag entstünden an den Zebrastreifen kritische Situationen. Der Wunsch ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde.

Außerdem führe die „wenig eindeutige Trennung von Fahrbahn und Gehweg“ auf der Hostert regelmäßig dazu, dass weder Schüler noch Autofahrer sich auf dieser einzigen Zufahrtsstraße zum örtlichen Kindergarten sicher sein könnten, wer nun wo entlanglaufen oder -fahren soll. Die Antragstellerinnen wünschten sich für die Sicherheit des Nachwuchses eine klare Kennzeichnung.

Zusätzlich monierte das Schreiben an die Gemeinde unzählige Elterntaxis in der engen Straße Neue Schule. Die Leute hielten sich nicht an die „Kiss and Drive“-Bitte der Schule. Das Kollegium fordert seit einigen Jahren immer wieder auf, die Kinder an der wenige hundert Meter entfernten Schützenhalle abzusetzen, von wo aus sie den Weg zur Schule selbst bewältigen könnten. Stattdessen führen die Eltern bis vor die Schule, es fänden gefährliche Wendemanöver statt, und Fahrer wichen im einspurigen Bereich der Straße auf den Gehweg aus.

So wünschten sich die Antragstellerinnen ein Durchfahrtsverbot zwischen 7.30 und 8.15 Uhr. Doch auf eine Abstimmung müssen sie noch etwas warten, da der Haupt- und Finanzausschuss die Zuständigkeit beim Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität sah. Das Thema verwiesen die Politiker dorthin

Der für Adendorf zuständige Ortsvertretungsvorsitzende Volker Gütten konnte die Sorgen der Eltern nachvollziehen. Er kennt Situationen, wo Kinder am Zebrastreifen warten, Autofahrer ihnen aber ungeduldig den Vortritt nehmen und durchfahren. „Gegen Deppen ist kein Kraut gewachsen“, sagte Gütten. Am Ende komme es immer auch auf gegenseitige Rücksichtnahme an. Er rechnete mit Gesprächen zu diesen Themen in der Ortsausschusssitzung nach den Sommerferien.

Die Anträge des Niederbachemers Michael Turley mit dem Ziel einer Empfehlung zu einer höheren Eingruppierung der Fachkraftstellen im Umweltbereich der Gemeinde wurde mit elf zu vier Stimmen abgelehnt (eine Enthaltung). Für einen ähnlich lautenden Antrag der Niederbachemerin Birte Kümpel hatte die Verwaltung einen unzutreffenden Abstimmungstext vorbereitet. In der Bezeichnung sei es um die Einrichtung eines neuen Fachbereichs gegangen, das sei gar nicht zutreffend, so Kümpel. „Mir ging es um die Aufwertung der seit Monaten vakanten Stelle für die Umweltfachkraft.“