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Industriebrache nördlich des Eitorfer Bahnhofs soll zu einem Schmuckstück des Zentrums werden

Industriebrache nördlich des Eitorfer Bahnhofs soll zu einem Schmuckstück des Zentrums werden

Schön ist irgendwie anders. Das dürften sich viele Eitorfer in der Vergangenheit gesagt haben, wenn sie sich die nördliche Seite ihres Bahnhofs angeschaut haben. Alte Industriehallen, so weit das Auge schaut, und ein nicht gerade einladendes Areal. Das wird sich ändern. Nach fünf Jahren Planung wagt Eitorf mit einem Regionale-2010-Projekt die städtebauliche Verbindung zur Sieg.

Neben Grünflächen, einem großen Siegauen-Platz zum Verweilen sowie einer Skaterbahn und einem Basketballfeld wird es eine neue Wegverbindung zwischen dem Bahnhof und der Sieg geben. Und eine neue Brücke, die über den Eipbach führt.

Am Dienstag trafen sich Bürgermeister Rüdiger Storch, der Beigeordnete Karl-Heinz Sterzenbach, Landrat Frithjof Kühn, Walter Wiehlpütz (Regionalbeauftragter des Kreises) sowie der Eitorfer Bauamtsleiter Hartmut Derscheid und Landschaftsarchitekt Götz Klose bei klirrender Kälte zum Spatenstich für den ersten Bauabschnitt.

Danach ging es allerdings schnell wieder in die benachbarte Biologische Station des Kreises, um sich bei einer warmen Suppe von Storch, Sterzenbach, Kühn und Wiehlpütz über die Einzelheiten des Projektes informieren zu lassen.

Auch die Bürgermeister benachbarter Kommunen, namentlich Klaus Pipke aus Hennef und Jürgen Funke aus Windeck, ließen es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Insgesamt 7,7 Millionen Euro kostet das für Eitorf einzigartige Projekt, das in zwei Bauabschnitte gegliedert ist.

Als Teil des Regionale-Projektes "Natur und Kultur quer zur Sieg" wird die Maßnahme zu 70 Prozent vom Land finanziert. Einen Teil trägt auch der Zweckverband NVR (Nahverkehr Rheinland), da auf dem Gelände zwischen dem Hermann-Weber-Bad und dem Siegtalgymnasium neue Park-and-ride-Parkplätze entstehen werden.

Bis Ende 2012 soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Dabei sollen die Flächen zum Eipbach als Grünflächen gestaltet werden. Eine BMX-Bahn, alleeartig angeordnete Wege sowie die Neugestaltung des Schulhofes des Siegtalgymnasiums runden den ersten Bauabschnitt ab. Die Eitorfer Gemeindewerke nutzen zudem die Gelegenheit, den Mischwasserkanal in der Straße "Am Eichelkamp" im Bereich der umzugestaltenden Fläche zu erneuern.

In einem zweiten Bauabschnitt, der erst 2013 beginnt, werden zwischen dem Bahnhofsgelände, der Straße "Am Eichelkamp" und dem Eipbach etwa 350 neue Park-and-ride-Parkplätze entstehen.

Beeindruckt zeigte sich Landrat Frithjof Kühn: "Das ist für Eitorf wirklich ein schönes Projekt, das sich sehen lassen kann. Ich lobe ausdrücklich das Engagement der Menschen, die sich dafür eingesetzt haben."

"Wir wollen diese Industriebrache nutzen, um den städtebaulichen Sprung an die Sieg zu wagen", sagte Eitorfs Beigeordneter Sterzenbach. "Es handelt sich hier um eine Fläche von zwei Hektar mitten im Eitorfer Zentrum, die durch dieses Projekt in Zukunft öffentlich genutzt werden können. Und zwar für immer", sagte Sterzenbach freudig.