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Drei Personen in Elsdorf verletzt: 22-Jähriger verweigert Mund-Nasen-Schutz und versprüht Reizgas

Drei Personen in Elsdorf verletzt : 22-Jähriger verweigert Mund-Nasen-Schutz und versprüht Reizgas

Als ein 22-Jähriger im Rhein-Erft-Kreis ohne Mund-Nasen-Schutz eine Tankstelle betrat, wurde er von einer Mitarbeiterin des Raumes verwiesen. Kurz darauf kehrte er zurück - und versprühte Reizgas.

In Elsdorf im Rhein-Erft-Kreis sind am späten Mittwochabend drei Personen bei einer Reizgas-Attacke in einer Tankstelle leicht verletzt worden. Zuvor hatte es eine Auseinandersetzung zwischen einer Angestellten und einem Kunden gegeben, der zunächst keinen Mund-Nasen-Schutz trug.

Wie die Polizei mitteilte, betrat gegen 23.30 Uhr ein 22-Jähriger ein Tankstellengebäude an der Straße „Gut Neuenhof“. Da er ohne Mund-Nasen-Schutz in den den Verkaufsraum kam, wurde er von einer Mitarbeiterin auf die Corona-Verordnung hingewiesen und des Raumes verwiesen. Daraufhin beleidigte der junge Mann die 46-Jährige und anwesende Kunden, verließ allerdings das Geschäft.

Kurze Zeit später kehrte er jedoch zurück, um Zigaretten zu kaufen und den Laden dann erneut zu verlassen. Dieses Mal trug er einen Mund-Nasen-Schutz. Die Mitarbeiterin und zwei Kunden im Alter von 30 und 31 Jahren verspürten plötzlich jedoch ein Kratzen im Hals und brennende Augen. Später kamen Reizhusten, Atemnot und Herz-Kreislauf-Beschwerden hinzu. Die drei leicht Verletzten mussten von Rettungskräften versorgt werden.

Nach ersten Ermittlungen hat die Polizei herausgefunden, dass der 22-Jährige gemeinsam mit seinem 46-jährigen Vater auf dem Tankstellengelände Alkohol konsumiert hatte. Außerdem ist auf einer Videoaufzeichnung deutlich zu erkennen, dass der 22-Jährige bei seinem zweiten Besuch im Geschäftsraum Reizgas versprühte. Die beiden konnten nach einer kurzen Flucht in der Nähe der Tankstelle von den Beamten gestellt werden.

Der alkoholisierte 22-Jährige hat sich laut Polizeimeldung nicht zu dem Vorfall geäußert. Bei einem Atemtest erreichte er einen Promillewert von 4,22. Die Beamten gehen allerdings davon aus, dass dieses Ergebnis verfälscht ist: Kurz vor dem Test hatte der junge Mann noch ein Whiskey-Getränk getrunken. Sein ebenfalls alkoholisierter Vater war nicht mehr in der Verfassung, sachdienliche Angaben zu machen. Der junge Mann wird sich in einem Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

(ga)