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Kommentar zum Jungfernpfad in Alfter: Beteiligung ist wichtig

Kommentar zum Jungfernpfad in Alfter : Beteiligung ist wichtig

Hoffentlich platzt der Alfterer Ratssaal am 12. Juli aus allen Nähten. Schließlich findet an dem Tag ein für die gesamte Gemeinde beispielhaftes Projekt der Bürgerbeteiligung seinen Abschluss. Seit Mitte November beschäftigen sich Bürger auf Initiative von Detlef Nath mit der Zukunft des Areals am Oedekovener Jungfernpfad: zwischen der ehemaligen Hauptschule, der Kirche Sankt Mariä Himmelfahrt und der Gemeinschaftsgrundschule.

Dass sich Menschen bei mehreren Bürgerwerkstätten mit dem Thema auseinandergesetzt und Ideen entwickelt haben, belegt das Interesse an der Gemeindeentwicklung. Den Engagierten ist es nicht egal, was mit dem landschaftlichen Schatz vor ihrer Haustür passiert. Dass Nath schließlich Architekturstudenten für die Erstellung von Plänen gewinnen konnte, war insofern gut, dass so die Ideen der Bürger nicht in der Schublade landeten, sondern von angehenden Fachleuten aufgegriffen und verarbeitet wurden. Nun ist es an den Oedekovenern, zur Abschlusspräsentation zu kommen und ihre Meinung kundzutun. Schließlich soll dieser öffentliche Ort später von einer möglichst breiten Öffentlichkeit angenommen werden.

Sicher: Die Umsetzung der Pläne ist längst nicht beschlossen. Das hängt natürlich von der Finanzierung, aber auch vom Willen der Alfterer Politik ab. Diese ist indes gut beraten, sich in den politischen Gremien mit den Ergebnissen der Bürgerwerkstatt intensiv zu befassen. Die Würdigung des Engagements der Bürger ist ein perfektes Mittel gegen Politikverdrossenheit.