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Betonplatten-Unfall auf A3 bei Köln: Arbeiten erneut verschoben

Staufalle bei Köln : Arbeiten nach Betonplattenunfall auf A3 erneut verschoben

Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der A3 bei Köln sind dort nur drei Spuren befahrbar. Eigentlich hätte die Engstelle bereits entschärft werden sollen. Nun müssen die Arbeiten zum zweiten Mal verschoben werden.

Eigentlich sollten Autofahrern auf der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und der Anschlussstelle Köln-Dellbrück ab Sonntag, 14. März, wieder vier Fahrspuren je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Doch die Arbeiten müssen nun bereits zum zweiten Mal verschoben werden. Nach einem tragischen Unfall im November vergangenen Jahres, bei dem eine 66-jährige Autofahrerin durch eine herabstürzende Betonplatte aus einer Lärmschutzwand getötet worden war, sind auf der Strecke nur drei von fünf Fahrstreifen befahrbar.

Arbeiten an der A3 erneut verschoben

Die Autobahn GmbH Rheinland hatte angekündigt, die Engstelle bis zum 14. März entschärfen zu wollen. Schon am vergangenen Wochenende hätten die Arbeiten losgehen und sieben Tage später beendet werden sollen. Aufgrund der Minustemperaturen musste am vergangenen Wochenende jedoch Sole an der Engstelle aufgebracht werden. Auf dieser hätte die gelbe Folie, mit der die Fahrspuren markiert werden sollen, nicht gehalten. Die Arbeiten wurden um eine Woche verschoben.

Doch auch an diesem Wochenende klappt es nicht. Eine erneute Verschiebung ist notwendig, wie Sabrina Kieback, Sprecherin der Autobahn GmbH, auf Nachfrage erklärt: „Für die kommenden Tage sind ergiebige Regenfälle angesagt. Das Salz von letzter Woche wird dadurch zwar weggespült. Allerdings ist die Fahrbahn dann zu nass, um die Folie aufzukleben.“

Der Zeitplan sieht nun vor, dass die Fahrbahnmarkierungen in Fahrtrichtung Frankfurt am übernächsten Wochenende, 20. und 21. März, aufgebracht werden. Für die Arbeiten in der Gegenrichtung wird aktuell das erste Wochenende der Osterferien, 27. und 28. März, anvisiert.

Mängel an Lärmschutzwand festgestellt

Bei der Untersuchung nach dem tödlichen Unfall im November waren an weiteren Lärmschutzplatten nicht genehmigte oder nicht fachgerecht angebrachte Konstruktionen festgestellt worden. Entlang der Lärmschutzwände wurde ein Schutzbereich erstellt, die Platten werden in den kommenden Wochen mit speziellen Haltekonstruktionen gesichert.