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Betonplatten-Unfall auf A3 bei Köln: Sicherungsarbeiten haben begonnen

Nach dem tödlichen Unfall bei Köln : Sicherungsarbeiten an Lärmschutzwänden der A3 haben begonnen

Immer wieder wurden die Arbeiten nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der A3 bei Köln verschoben. Nun haben die Sicherungsarbeiten begonnen. Schon bald könnte die Autobahn wieder frei befahrbar sein.

Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall haben die Sicherungsarbeiten an den Lärmschutzwänden an der A3 bei Köln begonnen. Bis Anfang September würden auf der A3 rund 200 Lärmschutzplatten zusätzlich gesichert, teilte die Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH am Dienstag mit. Insgesamt 420 Haken würden angebracht, sagte ein Sprecher. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass der Abschnitt bereits im Juni wieder voll befahrbar sein kann. Doch die Arbeiten mussten verschoben werden.

Für die Sicherungsmaßnahmen werden mehrere Hundert Einzelteile der Sicherungskonstruktion gefertigt und anschließend an den Wänden montiert, teilte die Autobahn GmbH am Montag mit. Parallel werden weitere Instandsetzungsarbeiten an den Betonwänden durchgeführt. Weitere Beeinträchtigungen für Autofahrer soll es in den kommenden Wochen nicht geben. Sämtliche Arbeiten finden innerhalb der bereits bestehenden Sperrfläche statt. Autofahrern stehen dort derzeit je Fahrtrichtung vier verengte Fahrstreifen zur Verfügung.

Bei dem Unfall im November hatte sich eine tonnenschwere Platte aus einer Schallschutzmauer gelöst und eine Autofahrerin erschlagen. Ursache war nach Erkenntnissen des NRW-Verkehrsministeriums eine ganze Kette von Fehlern beim Bau, der Abnahme und der Prüfung der Wandkonstruktion.

Bei den Untersuchungen nach dem tödlichen Unfall wurden an weiteren sieben Lärmschutzplatten nicht genehmigte Winkelkonstruktionen festgestellt. Diese Platten seien entfernt worden. Die noch hängenden Lärmschutzelemente sollen unterdessen mit zusätzlichen Sicherungen versehen werden. Wegen unterschiedlicher Maße handelt es sich hierbei um Einzelanfertigungen. Dadurch seien die Arbeiten umfangreicher als ursprünglich angenommen, teilen die Experten mit.

(ga)