Teure Bierpreise bei Fußball-EM Nur in Köln darf mehr als eine Biersorte ausgeschenkt werden

Köln · Für viele Fans im Stadion gehört Bier zum Spiel dazu. Bei der Fußball-EM soll ein halber Liter jedoch mehr kosten als bei Bundesliga-Spielen. In Köln gibt es allerdings eine Besonderheit.

 Fans äußern im Netz scharfe Kritik an den Bierpreisen bei der Fußball-EM 2024. (Symbolbild)

Fans äußern im Netz scharfe Kritik an den Bierpreisen bei der Fußball-EM 2024. (Symbolbild)

Foto: dpa/Daniel Karmann

Der Start der Fußball-EM 2024 in Deutschland steht kurz bevor. Für viele Fans gehört ein kühles Bier zu dem Fußballerlebnis mit dazu. Die Preise für Bier und sonstige Getränke - In allen Stadien gelten die gleichen Preise - wurden bereits veröffentlicht und lösen bei einigen Fans Unmut aus: Ein halber Liter Bier soll im Stadion sieben Euro plus Pfand kosten. Außerdem dürfe, wie die Rheinische Post berichtet, in allen Städten nur Bier vom Sponsorpartner Bitburger ausgeschenkt werden. Die Stadt Köln stellt hierbei die Ausnahme dar: Hier ist auch Kölsch erlaubt.

EM 2024: Getränkepreise sind gestiegen

Zu Beginn der Woche waren an einem Getränkestand beim Gelsenkirchener Stadion bereits die Preise zu sehen. Demnach soll der halbe Liter Bier, auch in allen Mischvarianten, jeweils sieben Euro kosten. Hinzu kämen dann noch drei Euro Pfand pro Becher. Alkoholfreie Getränke fallen in eine ähnliche Preiskategorie. Cola und Sprite sollen je sechs und Mineralwasser fünf Euro kosten. In den Fanzonen sollen jedoch die jeweiligen Veranstalter die Preise selbst festlegen können. Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger seien die Preise deutlich teurer als in der Bundesliga.

Fans zeigen sich in den sozialen Medien entrüstet. So schreibt beispielsweise ein Nutzer auf der Plattform X: „Eine Stunde Lohnarbeit ist so viel wert wie ein Liter Bitburger - das muss man sich mal geben...“. Auch der Sportjournalist Dirk Adam äußert sich auf X und nennt die Preise eine „absolute Frechheit“.

EM 2024: Die Stadt Köln darf Kölsch ausschenken

Die Stadt Köln hat eine Genehmigung für den Ausschank von Kölsch bekommen. Damit sei sie die einzige Gastgeberstadt in Deutschland, die auch Bier verkaufen dürfe, welches nicht von der Braugruppe Bitburger stamme. Dies berichtete die Rheinische Post am Mittwoch. Sowohl in den Fanzonen am Heumarkt und am Tanzbrunnen als auch im Rheinenergie-Stadion soll Kölsch der Marke Gaffel als lokales Bier angeboten werden. Da keine anderen Marken außer Bitburger beworben werden dürfen, soll das Kölsch jedoch nicht als solches erkennbar sein.

Weitere Städte wie Dortmund und Düsseldorf hätten sich laut Rheinischer Post ebenfalls um den Ausschank lokaler Sorten bemüht, was jedoch abgelehnt wurde.