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Brand in Wilhelm-Busch-Hauptschule Wesseling: 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Wesseling : 100 Feuerwehrleute im Einsatz bei Brand in Schulzentrum

Am Dienstagmittag ist ein Feuer am Schulzentrum auf der Berzdorfer Straße in Wesseling ausgebrochen. Das Feuer entstand in einem Klassenraum der ungenutzten Wilhelm-Busch-Hauptschule. Die Brandursache ist ungeklärt.

Wie Feuerwehr, Vertreter der Stadt Wesseling sowie des Schulzentrums bei einer Pressekonferenz am Nachmittag mitteilten, wurde die Feuerwehr um 12.16 Uhr alarmiert. „Schon auf der Anfahrt war die massive Rauchentwicklung sicht- und wahrnehmbar“, berichtete Einsatzleiter Andre Bach. Darum seien der Stadtalarm erhöht und die Warnapp Nina ausgelöst worden.

Vor Ort seien den Feuerwehrleuten viele Schüler entgegengekommen. In dem betroffenen Gebäudeteil befand sich jedoch zum Zeitpunkt des Brandes niemand, weil die Hauptschule derzeit nicht genutzt wird: Die Schüler werden seit dem Sommer in Containern auf dem Campus unterrichtet, weil in der Wilhelm-Busch-Hauptschule eine erhöhte PCB-Belastung gemessen worden war. Ob durch das Feuer nun Schadstoffe freigesetzt wurden, war am Nachmittag noch nicht vollständig klar, es seien zumindest keine Schadstoffe in der Luft messbar gewesen, so Bach.

Das Feuer hatte sich nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr in einem Klassenraum im dritten Obergeschoss der Hauptschule, also im südlichen Teil des Schulzentrums, entzündet. Die untere Dachhaut habe komplett in Brand gestanden. Aufs Dach selbst konnten die Wehrleute aus Sicherheitsgründen jedoch wegen einer dort befindlichen Photovoltaikanlage nicht, so dass sie den Brand von außen mit Drehleitern löschten. Dabei wurden die Einsatzkräfte von Kollegen aus Brühl, Frechen und Kerpen unterstützt. Ein Innenangriff musste abgebrochen werden, weil die Decke einzustürzen drohte. Insgesamt 100 Einsatzkräfte waren vor Ort und bekamen das Feuer schließlich unter Kontrolle. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, eine Evakuierung war nicht nötig, weil sich niemand im Gebäude befunden hatte.

Die 400 Schüler wurden nach Hause geschickt. Ob und wie in den kommenden Tagen Unterricht stattfinden kann, konnte zunächst nicht beantwortet werden. Statiker sollen nun klären, ob das Gebäude unter Umständen teilweise abgerissen werden muss. Zur Brandursache ist bislang nichts bekannt.