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Brühl: Kanonenkugel aus der Kaiserzeit gefunden

Fund in der Brühler Innenstadt : Historisches Geschoss löst Polizeieinsatz aus

Bombenfunde sind bei Tiefbauarbeiten an der Tagesordnung. Einen Fall wie jetzt in Brühl erleben die Fachleute allerdings selten.

Viele Tiefbauarbeiten im Rheinland kommen leider nicht ohne einen Einsatz des Kampfmittelräumdienstes aus. Wenn irgendwo gegraben wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine nicht explodierte Bombe oder Granate aus dem Zweiten Weltkrieg zu finden. Für die Fachleute ist das eine nicht selten gefährliche Routine.

Einen Einsatz wie jetzt in Brühl erleben aber selbst die Experten nicht jeden Tag. Da waren sich alle Beteiligten einig. Bei Grabungen im Hinterhof eines Hauses an der Kölnstraße wurde ein explosives Relikt gefunden. Allerdings handelte es sich dabei nicht um eine Weltkriegsbombe aus einem britischen oder amerikanischen Flugzeug, sondern um eine Kanonenkugel aus der Kaiserzeit.

Kanonenkugel aus der Kaiserzeit in Brühl gefunden

Nach Angaben der Polizei aus dem Rhein-Erft-Kreis wurde der ungewöhnliche Fund am vergangenen Sonntagabend gegen 18.45 Uhr gemeldet. Eine drei bis vier Kilogramm schwere Kugel sei ausgegraben worden und auf einem Schutthaufen gelandet, heißt es im Polizeibericht von Dienstag. Die Polizei sperrte den Bereich, der Kampfmittelräumdienst rückte an – alles, wie es üblich ist.

Dann stellten die Experten aber fest, dass es sich bei dem Fund um eine mit Schwarzpulver gefüllte Kanonenkugel handelt. Doch auch dieses weit mehr als 100 Jahre alte Geschoss war für die Fachleute kein Problem. Nach Entschärfung und Entsorgung der Kugel konnten die Hausbewohner schnell wieder in ihre Wohnungen zurück. Wie das Artefakt ins Erdreich an der Brühler Kölnstraße gekommen ist, wird wohl ein Geheimnis bleiben.