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c/o pop xoxo: Infos, Künstler und Termine zum Festival in Köln

Pop im digitalen Raum : Alle Infos zum Kölner Musikfestival c/o pop

Das Köl­ner Mu­sik­fes­ti­val c/o pop geht ab Donnerstag erneut on­line über die Büh­ne. Neben Kon­zer­ten und In­ter­views sind auch in­ter­ak­ti­ve For­ma­te angekündigt. Alle Infos zum Festival gibt es hier.

Mu­sik­fern­se­hen be­gann An­fang der 1980er Jah­re, star­te­te dann in den 90ern rich­tig durch und ist seit fast zwei Jahr­zehn­ten TV-Ge­schich­te. Was das mit der un­mit­tel­bar be­vor­ste­hen­den zwei­ten di­gi­ta­len Aus­ga­be des gro­ßen Köl­ner Mu­sik­fes­ti­vals c/o pop zu tun hat? Ei­ne gan­ze Men­ge, wie c/o pop-Ge­schäfts­füh­rer Nor­bert Ober­haus im GA-Ge­spräch er­klärt. We­gen der Pan­de­mie muss­te be­reits im Vor­jahr auf Live-Pu­bli­kum ver­zich­tet wer­den – statt­des­sen wur­den di­gi­ta­le For­ma­te für Zu­schau­er in de­ren vier Wän­den pro­du­ziert. „Wir muss­ten ei­nen neu­en Be­ruf ler­nen: Mu­sik­fern­se­hen zu ma­chen“, so Ober­haus. „Uns schweb­te Mu­sik­fern­se­hen im klas­si­schen Stil vor, al­so auch hin­ter die Ku­lis­sen der Pop­kul­tur zu bli­cken.“

Der er­fah­re­ne Ver­an­stal­ter sah dar­in mehr als nur ein not­wen­di­ges Übel: „Wir ha­ben die Chan­ce ge­se­hen, neue We­ge zu ge­hen und ei­nen Di­gi­ta­li­sie­rungs­sprung zu ma­chen. Das wä­re sonst in die­ser Form nie pas­siert.“ Und die­ses Kon­zept kam sehr gut an. „Wir hat­ten im Vor­jahr nicht we­ni­ger Zu­schau­er, als wenn wir live und phy­sisch prä­sent ge­we­sen wä­ren.“

Ober­haus und sein Team schla­gen nun vom 22. bis zum 24. April un­ter dem leicht ab­ge­wan­del­ten Ti­tel „c/o pop xoxo“ er­neut ei­ne di­gi­ta­le Brü­cke zwi­schen Kon­zer­ten, In­ter­views und in­ter­ak­ti­ven For­ma­ten – zu se­hen über ei­nen kos­ten­lo­sen Stream im In­ter­net. In­ter­es­sier­te kön­nen oh­ne An­mel­dung ein­fach ein­schal­ten. Zu ent­de­cken und zu er­le­ben sind et­wa die deutsch-tür­ki­sche Sän­ge­rin und Song­schrei­be­rin Elif (29) aus Ber­lin und die in Süd­afri­ka ge­bo­re­ne Sin­ger-Song­wri­te­rin Ali­ce Pho­ebe Lou (28), die seit 2013 in Ber­lin lebt und ar­bei­tet. Ober­haus: „Wir ha­ben die Quo­te von 50 Pro­zent Frau­en­an­teil in Pro­gramm und Con­ven­ti­on schon seit Jah­ren lo­cker er­reicht, oh­ne das an die gro­ße Glo­cke zu hän­gen. Dies­mal sind wir so­gar bei 60 Pro­zent im Fes­ti­val­pro­gramm.“

Streaming-Konzerte und Video-Specials

Zu den Strea­ming-Kon­zer­ten ge­sel­len sich ei­ni­ge ori­gi­nel­le Vi­deo-Spe­cials, wel­che die Künst­ler mal in ei­nem an­de­ren Kon­text zei­gen – fern­ab der Büh­ne. So de­mons­triert der deut­sche Gi­tar­rist, Rock­sän­ger und Song­wri­ter Bos­se, was er beim Tisch­ten­nis auf der Pfan­ne hat.

Die Mo­de­ra­to­rin, Schau­spie­le­rin und DJa­ne La­ri Lu­ke (bür­ger­lich La­ris­sa Rieß) be­tritt die un­be­kann­ten Wel­ten ei­nes Hun­de­sa­lons, wäh­rend sich das deut­sche Hip-Hop-Trio Lu­gat­ti & 9i­ne dem Par­ty­klas­si­ker „Schnaps oder Wahr­heit“ wid­met. Ex­klu­siv für den Ge­ne­ral-An­zei­ger ent­hüllt Fes­ti­val-Chef Nor­bert Ober­haus, was es mit dem Vi­deo-Spe­cial „In Bed with Chil­ly Gon­za­les“ auf sich hat: Der ka­na­di­sche Mu­sik­star und Wahl­köl­ner, der be­vor­zugt im Mor­gen­rock auf­tritt, gibt ein Mi­ni-Kon­zert in ei­nem Bet­ten­la­ger. Die Idee da­zu hat­te Gon­za­les selbst ein­ge­bracht.

Projekt „Wunderkinder - German Music Talent“

Nor­bert Ober­haus ist seit 2004 Ge­schäfts­füh­rer der co­lo­gne on pop GmbH. Nach dem Er­folg der ers­ten di­gi­ta­len Aus­ga­be des be­lieb­ten Fes­ti­vals hat­ten er und sein Team die jet­zi­ge zwei­te Run­de von An­fang an für das Strea­ming im In­ter­net an­ge­legt. Ne­ben der Con­ven­ti­on, die sich in ers­ter Li­nie an ein Fach­pu­bli­kum wen­det, geht auch das Pro­jekt „Wun­der­kin­der – Ger­man Mu­sic Ta­lent“ wie­der an den Start. 2013 vom Ree­per­bahn Fes­ti­val ins Le­ben ge­ru­fen, fand je­ne Nach­wuchs­för­de­rung 2019 im Rah­men von c/o Eh­ren­feld erst­ma­lig in Köln statt.

Ziel des För­der­pro­gramms ist es, viel­ver­spre­chen­de Nach­wuchs­ta­len­te aus der Hei­mat mit Chan­cen auf ei­ne in­ter­na­tio­na­le Kar­rie­re zu prä­sen­tie­ren. „Un­ser Pu­bli­kum ist in den letz­ten 18 Jah­ren mit­ge­wach­sen“, sagt Nor­bert Ober­haus. „Mit dem Pro­jekt 'Wun­der­kin­der' zum Bei­spiel und dem neu­en For­mat c/o Eh­ren­feld ha­ben wir in den letz­ten zwei Jah­ren vie­le neue, jün­ge­re Zu­schau­er ge­won­nen. Es ist gut, dass wir nicht zur 'Al­ten Da­me der Pop­mu­sik' in Köln ge­wor­den sind.“

Ei­nen zu­sätz­li­chen Con­ven­ti­on-Tag mit dem Schwer­punkt „New Ta­lent“ wird es am Sams­tag, 24. April, ge­ben: ex­klu­siv auf der neu­en Con­ven­ti­on-Platt­form, für die sich al­le Teil­neh­mer kos­ten­los re­gis­trie­ren kön­nen.