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Claudia Ruf: Mordkommission prüft Zusammenhang von Selbstmord zum Fall

Nach „Aktenzeichen XY“ : Polizei prüft Zusammenhang von Selbstmord zum Fall Claudia Ruf

Im Fall der getöteten Claudia Ruf geht die Polizei einem neuen Hinweis nach. Demnach untersuchen die Ermittler aktuell einen Suizid des möglichen Täters. Die damals Elfjährige wurde 1996 getötet und in Euskirchen gefunden.

Im Mordfall Claudia Ruf geht die Polizei nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ einem Hinweis auf einen Suizid des möglichen Täters nach. Mehrere Anrufer hätten auf drei Suizide über mehrere Jahre verteilt im Wohnort des Opfers aufmerksam gemacht. Zwei Fälle hätten nicht weitergeführt. Der dritte Suizid sei der Polizei bis dahin nicht bekannt gewesen und werde jetzt untersucht, bestätigte die Polizei Bonn am Montagmorgen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

„Bislang konnte der Täter nicht identifiziert werden“, teilte die Polizei mit. Es gebe nach wie vor keine heiße Spur. Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden bei Grevenbroich entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Bereits 1997 hatte die ZDF-Sendung über den Fall berichtet.

Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten. Die Polizei veranlasste einen DNA-Massentest. Zur Zeit werte die Polizei die Speichelproben der über 1000 Männer aus, hieß es. Bei der ersten Phase eines Massen-Gentests in dem Mordfall fehle nur noch von fünf Männern eine Speichelprobe. Es gebe jedoch „keine Verweigerer“, einige Männer seien arbeits- oder urlaubsbedingt nicht anzutreffen gewesen, so die Polizei.

(dpa)