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Corona in NRW: Polizei löst Menschenmassen in Köln und Düsseldorf auf

Sommerliches Wetter in NRW : Polizei löste Menschenmassen in Köln und Düsseldorf auf

Das Sommerwetter zieht Tausende Menschen nach draußen - und das führt zu Problemen. In Düsseldorf sorgt eine Hundertschaft der Polizei für Ruhe, in Köln hilft auch die Sperrung des Rheinboulevards nur bedingt weiter. Die Behörden schauen alarmiert auf das Osterwochenende.

Das sommerliche Wetter zieht in Nordrhein-Westfalen die Menschenmassen ins Freie - und das sorgt für massive Probleme bei der Einhaltung der Corona-Regeln. Am Düsseldorfer Rheinufer kam es am Mittwoch zu einem größeren Einsatz von Ordnungsamt und Polizei, nachdem sich am Abend erneut Tausende Menschen versammelt hatten. Wie die Polizei am Donnerstag bestätigte, war sie mit einer Hundertschaft vor Ort. In Köln kamen auf den Poller Wiesen in der Nähe des Rheins nach Angaben der Polizei bis zu 1000 Menschen zusammen, die die Abstände nicht einhielten. Auch die Maskenpflicht sei nicht konsequent beachtet worden.

In Düsseldorf hatte die Stadt die Polizei um entsprechende Unterstützung gebeten, nachdem es bereits am Dienstagabend einen Ansturm auf Altstadt und Rheinuferpromenade gegeben hatte. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hatte in der „Rheinischen Post“ weitere Maßnahmen für das Osterwochenende angedroht. Auch Sperrungen der betroffenen Gebiete oder Ausgangsbeschränkungen brachte er ins Spiel. Die genaue Zahl der Verstöße und Anzeigen war zunächst unklar. Auf Videos in den sozialen Netzwerken waren vor allem junge Menschen zu sehen, die teilweise in großen Gruppen sehr dicht zusammen standen und feierten.

In Köln hatte man vorsorglich den Rheinboulevard gesperrt. Von dort sollen aber viele Menschen einfach weiter gezogen sein - zu den Poller Wiesen weiter südlich. „Hinzu kamen weitere Menschen, die dort mit dem Auto hingefahren sind. Wir hatten eine erhebliche Staulage“, sagte der leitende Polizeidirektor Martin Lotz der Deutschen Presse-Agentur. In der Spitze sei die Gruppe auf bis zu 1000 Menschen angewachsen. „Mit den vorhandenen Kräften war es kaum möglich, das aufzulösen. Die Stimmung war teilweise sehr aggressiv“, sagte er. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit sei man „sehr maßvoll“ vorgegangen. Gegen 1.30 Uhr habe sich die Ansammlung von alleine aufgelöst. Lotz beschrieb die Situation mit einer „Party-Meile“.

In Köln ist man alarmiert für das Wochenende. Bis einschließlich Ostermontag sollen zusätzliche Beamte einer Einsatzhundertschaft und eine Reiterstaffel auf den Rheinpromenaden und anderen beliebten Treffpunkten eingesetzt werden. „Wir wollen damit besser erreichbar sein für die Menschen - ihnen aber auch die Botschaft näher bringen, sich bitte an die Regeln zu halten“, sagte Lotz.

(dpa)