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So geht Rheinisch: Dat schmeck’ wie ze Kölle

So geht Rheinisch : Dat schmeck’ wie ze Kölle

Der GA erklärt kurz und bündig die wichtigsten Fakten zum rheinischen Dialekt und liefert eine rheinische Redensart mit.

Ein Kölner ist ein Kölner ist ein Kölner. Das muss man schon wissen: Das Hätz vun der Welt, dat schläät in Kölle! Und die Hauptstadt des Rheinlandes ist Köln. Denn hier steht der Dom!!! Hier fließt der Rhein. Und hier ist immer Sonnenschein. Dä Dom, dä Rhing, dä Sunnesching. So oder so ähnlich ist das Selbstverständnis des Kölners, alles darum herum ist Peripherie, die Preußen sagten: Provinz.

Wer sich ein bisschen auskennt mit dem Kanon der kölschen Heimatgesänge, dem ist es nicht entgangen. Die Liebe zur eigenen Stadt und deren Schönheit inklusive der erzbischöflichen Hauptkirche am Hauptbahnhof sind sprichwörtlich. Wobei, wenn man ehrlich ist, so schön ist die Stadt auch wieder nicht, aber was soll’s? Die unvergleichliche Schönheit liegt im Auge des betrachtenden Kölners. Und der zweifelt nicht.

Die allumfassende Ichbezogenheit des Kölners

Und so ist auch die rheinische Redensart erklärlich: “Dat schmeck’ wie ze Kölle”. Der mundartliche Duktus ist hier nicht die Schwierigkeit. Auf Hochdeutsch: Das schmeckt wie in Köln. Tja, um hier die Metaebene zu verstehen, muss man den Kölner an sich verstehen. Denn die allumfassende Ichbezogenheit des Domstädter bezüglich aller Dinge setzt Maßstäbe. Insofern bedeutet der Satz: Das schmeckt saugut, besser geht es gar nicht, und so schmeckt es hier in Köln immer. Alle anderen Wirte und Kulinarienvertreiber müssen sich daran messen lassen.

Köln, Colonia und CCAA

Übrigens gibt es weitere Merkmale, die die Stadt Köln über die Ansiedlungen der Nachbarschaft erhebt. Sie ist eine Millionenstadt und steht im Einwohnerranking Deutschlands auf Platz vier. Der Name leitet sich vom Lateinischen “Colonia Claudia Ara Agrippinesium” (C.C.A.A.), oder kurz Colonia ab. Auch hier mal die Übersetzung, weil es so interessant ist: Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser. Und als solche besitzt die Siedlung am Rhein schon seit dem Jahre 50 nach Christus die Stadtrechte. Es also kein Wunder, dass auch der vaterstädtische Dialekt, das „Kölsch“, als unverbrüchlicher Referenzwert gilt für alle Spielarten des rheinischen oder ripuarischen Platt zwischen Benrather Linie und der Mosel.

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