Festnahmen am Dortmunder Flughafen Bundespolizei vollstreckt fünf Haftbefehle gegen drei Gesuchte innerhalb von 2,5 Stunden

Dortmund/Bonn · Drei von verschiedenen Staatsanwaltschaften - darunter auch die Bonner Behörde - gesuchten Männern konnten am Samstagvormittag von Bundespolizisten dingfest gemacht werden.

(Symbolbild)

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Foto: dpa/Johannes Neudecker

Fahndungserfolg für die Bundespolizei: Gleich fünf Haftbefehle konnten Beamte am Samstagvormittag am Dortmunder Flughafen vollstrecken - und das gerade einmal in zweieinhalb Stunden. Der erste Fisch ging den Bundespolizisten gegen 8.30 Uhr ins Netz, als ein 49-Jähriger von Pristina kommend in das Bundesgebiet einreisen wollte. Bundespolizisten überprüften im Rahmen einer grenzpolizeilichen Einreisekontrolle den Mann und stellten fest, dass er von der Staatsanwaltschaft Münster per Haftbefehl gesucht wurde.

Das Landgericht Münster hatte den kosovarischen Staatsbürger im Juni 2007 rechtskräftig wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt. Nachdem der Mann einen Teil seiner Haftstrafe verbüßt hatte, wurde er vor einigen Jahren in sein Heimatland rückgeführt. Da der Gesuchte aber nun wieder in das Bundesgebiet einreisen wollte, wurde er festgenommen und für die nächsten 1.037 Tage in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn vollstreckt

Nur eine Stunde später wurde ein 27-Jähriger bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle eines Fluges nach Podgorica/Montenegro vorstellig. Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte den Mann zur Fahndung ausgeschrieben. Der montenegrinische Staatsangehörige wurde im September 2020 rechtskräftig wegen Sachbeschädigung, Betrug und Fälschung beweiserheblicher Daten, vom Amtsgericht Rheinbach zu einer Gesamtgeldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 30 Euro verurteilt. Die geforderte Summe hatte er in der Vergangenheit nur zum Teil beglichen. Der Mann aus Swisttal konnte die Geldstrafe in Höhe von 5.070 Euro nicht aufbringen, weshalb er nun die Ersatzfreiheitsstrafe von 169 Tagen verbüßen muss.

Gegen 10.50 Uhr wollte dann ein 20-Jähriger aus London am Flughafen Dortmund einreisen. Der Mann wurde gleich dreimal von der Staatsanwaltschaft Dortmund per Haftbefehl gesucht. Das Amtsgericht Dortmund hatte gegen den rumänischen Staatsbürger aufgrund von Bußgeldbescheiden aus den Jahren 2021 und 2022 Erzwingungshaft von acht, drei und zwei Tagen angeordnet. Die Gesamtsumme von 1.826 Euro konnte der junge Mann aufbringen und so die elftägige Haftstrafe umgehen.

(wrm)
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