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UEFA-Entscheidungen: Europa-League-Finale findet in Köln statt

UEFA-Entscheidungen : Europa-League-Finale findet in Köln statt

Die UEFA hat am Mittwoch mit weitreichenden Entscheidungen auf die Auswirkungen der Coronakrise reagiert. Der Sieger der Europa League wird in NRW ermittelt.

Der Sommerfahrplan steht, der August wird heiß: Erstmals seit acht Jahren steigt ein Europacup-Endspiel auf deutschem Boden, Bayern Münchens Traum vom Triple könnte hingegen in Lissabon wahr werden - die Chance des Rekordmeisters auf ein weiteres "Finale dahoam" verschiebt sich aber um ein Jahr. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat am Mittwoch mit weitreichenden Entscheidungen auf die Auswirkungen der Coronakrise reagiert.

Der Sieger der Europa League wird der UEFA-Entscheidung nach bei einem Finalturnier in Nordrhein-Westfalen gekürt, das Endspiel findet in Köln statt. Der Kampf um Europas Krone in der Königsklasse steigt in Portugal. Das Finale der Champions League wird am 23. August in Lissabon ausgetragen werden, das Endspiel der Europa League zwei Tage vorher in Köln. Als weitere Spielorte des Europa-League-Finalturniers wurden zuvor bereits Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg gehandelt.

Beide Europacup-Wettbewerbe sollen ab dem Viertelfinale in Form eines Blitzturniers durchgeführt werden. In der Champions League ist RB Leipzig bereits dafür qualifiziert, der FC Bayern muss erst noch das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (Hinspiel 3:0) bestreiten. In der Europa League haben noch Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt (alle Achtelfinale) Chancen auf das Finale in Köln.

Das bislang letzte Europacup-Endspiel in Deutschland war 2012 das "Finale dahoam", das die Bayern dramatisch gegen Chelsea verloren. 2022 sollten die Münchner die nächste Chance auf ein Heim-Endspiel in der Königsklasse erhalten, doch nun müssen sie sich dafür ein weiteres Jahr gedulden.

Ursprünglich waren die Finals der laufenden Saison nach Istanbul (Champions League) und Danzig (Europa League) vergeben worden - die Coronavirus-Pandemie durchkreuzte diese Pläne aber. Beide Städte sollen nun im kommenden Jahr zum Zug kommen, weshalb sich alle bereits vergebenen Endspiele um eine Saison verschieben. Das Champions-League-Finale in München steigt daher erst 2023. Für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg und des FC Bayern (beide Viertelfinale) geht die laufende Champions-League-Saison indes bei einem Finalturnier in Bilbao und San Sebastian zu Ende, wie spanische Medien berichteten.

Auch die Europameisterschaft stand am Mittwoch auf der Agenda des Exko rund um DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Zwar hatte die UEFA die erste paneuropäische EM wegen der Coronakrise schon im März auf den 11. Juni bis 11. Juli 2021 verlegt. Zuletzt war jedoch ungewiss, ob das Turnier auch dann wie geplant in zwölf Gastgeberstädten stattfinden kann, Baku, Bilbao und Rom galten als fraglich. Nun habe die UEFA nach ZDF-Informationen alle Ausrichter überzeugt, diese hätten auch für 2021 nationale Garantien vorgelegt.

Die Stadt München, wo die DFB-Elf in der Vorrunde auf Weltmeister Frankreich, Titelverteidiger Portugal und einen noch nicht qualifizierten Play-off-Sieger trifft, hatte bereits zuvor auch für 2021 ihre Bereitschaft offiziell bestätigt. Dazu wird ein Viertelfinale in der bayerischen Landeshauptstadt gespielt.

Ernst wird es für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw aber schon im September. Dann soll die Nations League wie geplant starten, Deutschland muss am 3. September gegen Spanien antreten, drei Tage später steht die Partie in der Schweiz auf dem Programm. Damit hätten die Topspieler erst einmal keine Pause.

(SID)