„Akte Rheinland“ zu Henrik Stoltenberg Vom Realitystar zum verurteilten Straftäter

Audio | Köln · Er ist Enkel eines berühmten Politikers und wurde durch Trash-TV-Formate wie „Love Island“ und „Temptation Island“ bekannt. Doch dann machte Henrik Stoltenberg durch das Brüllen von Nazi-Parolen und Volksverhetzung von sich reden. Der Podcast „Akte Rheinland“ rollt den Fall des gefallenen Realitystars auf.

Henrik Stoltenberg anlässlich der Eröffnung von „Willi Herrens Rievkooche Bud“ im April 2021 in Frechen.

Henrik Stoltenberg anlässlich der Eröffnung von „Willi Herrens Rievkooche Bud“ im April 2021 in Frechen.

Foto: imago images/STAR-MEDIA/STAR-MEDIA via www.imago-images.de

Henrik Stoltenberg wurde einem größeren TV-Publikum bekannt, weil er in sogenannten Trash-Formaten wie „Love Island“ oder „Temptation Island VIP“ mitwirkte. Der Student und Fitnesstrainer macht mit lockeren Sprüchen und hohem Alkoholkonsum von sich reden und bandelte mit verschiedenen Frauen innerhalb der Reality-Szene an. In dieser war er überaus beliebt und verdiente bald auch als Influencer auf Social Media Geld mit Werbekampagnen.

Doch der Höhenflug dauerte nicht lange an: Als bekannt wurde, dass Stoltenberg, Enkel des früheren Bundesfinanzministers und Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Nazi-Parolen aus dem Fenster seiner Kölner Wohnung gebrüllt und Menschen mit Migrationshintergrund auf offener Straße rassistisch beleidigt haben soll.

In der neuen Episode von „Akte Rheinland“, dem True-Crime-Podcast des General-Anzeiger-Bonn, geht es um Henriks Stoltenbergs Entwicklung vom gefeierten Realitystar zum verurteilten Straftäter. Gemeinsam mit Marzia De Levo und Maria Panagiotidou vom Popkultur-Popcast „Okay, ciao“ wird der Lebensweg des heute 27-Jährigen besprochen. Bekannt wurde er 2020 durch das Dating-Format „Love Island“. Schon bald wurde sein Alkoholkonsum thematisiert, auch Gewalt-Vorwürfe, die allerdings nie bestätigt wurden, wurden laut.

Henrik Stoltenberg: Verurteilung wegen Volksverhetzung

Ende 2022 zog Stoltenberg, der bis dahin in Köln wohnhaft war, nach Moers, wo er eine Influencer-Akademie eröffnete. Er begründete seinen Wegzug damit, dass er in Köln in Kreisen unterwegs gewesen sei, die ihm nicht gut getan hätten. Doch der Neustart ging schief: Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Stoltenberg im Sommer 2022 in Köln zunächst „Heil Hitler“ aus dem Fenster seiner Wohnung an der Zülpicher Straße gebrüllt und wenig später rassistische Beleidigungen auf dem Hohenzollernweg gerufen haben sollte. Im Februar 2023 musste er sich deshalb vor Gericht unter anderem wegen Volksverhetzung verantworten und wurde verurteilt - doch das ist weder das erste, noch das letzte Urteil in Henrik Stoltenbergs Leben. Die ganze Geschichte und alle Hintergründe gibt es bei „Akte Rheinland“.