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Nach Graffiti-Beschmutzung: Japanische Uni spendet an Kölner Dom

Nach Graffiti-Beschmutzung : Japanische Uni spendet an Kölner Dom

Der Kölner Dom kann sich über 10.000 Euro freuen. Eine japanische Universität hat die Spende überreicht. Der Grund ist das Vergehen von zwei Studentinnen im vergangenen Sommer.

Die Kanagawa Universität im japanischen Yokohama hat den Kölner Dom mit einer Spende von 10.000 Euro unterstützt. Dombaumeister Peter Füssenich nahm den Scheck bei einem Besuch in Japan entgegen, wie die Dombauhütte am Mittwoch mitteilte. „Wir sind sehr dankbar, für die Wertschätzung, die der Kölner Dom in Japan erfährt“, sagte Füssenich. Er hatte zuvor zwei Vorträge im Rahmen der Internationalen Woche der Universität gehalten, die in diesem Jahr Deutschland als Schwerpunkt hat.

Hintergrund für den Kontakt zwischen Kölner Dom und Kanagawa Universität war ein Graffito, das zwei japanische Studentinnen im vergangenen Sommer bei einer Turmbesteigung an der Kathedrale hinterlassen hatten. Die japanische Hochschule schickte nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Delegation nach Köln, um sich offiziell beim Dombaumeister zu entschuldigen.

Die Reaktion der Japaner zeige, mit welchem Respekt dort mit kulturellen Baudenkmälern umgegangen würde, erklärte die Dombauhütte. „Wir wünschten uns, dass es auch in Deutschland mehr Achtsamkeit gegenüber religiösen Einrichtungen und dem kulturellen Erbe gibt“, hieß es.