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Karneval in Köln: Polizei zieht erstes Fazit nach Sessionsauftakt

Polizei zieht nach dem 11.11. Bilanz : 25-Jähriger wird in Köln von Zug erfasst und schwer verletzt

Die Polizei hat nach dem Sessionsauftakt in Köln ein Fazit gezogen. Sie stellte mehr als 100 Strafanzeigen aus. Bei einem Bahnunglück am Abend in Köln-Vingst wurde ein 25-Jähriger schwer verletzt.

Für eine endgültige Bilanz ist es noch zu früh, doch die Polizei hat nach dem Karnevalsbeginn in Köln erste Zahlen veröffentlicht und ein Fazit gezogen. Im Verlaufe des Tages stellten die Beamten 110 Strafanzeigen, meistens wegen Diebstahl, Körperverletzung oder Sachbeschädigung. Vereinzelt sei es auch um „Sexualdelikte im niedrigschwelligen Bereich“ gegangen. Außerdem stellten die Beamten Betäubungsmittel sowie ein Butterfly- und ein Küchenmesser sicher. 32 Personen wurden nach vorläufiger Bilanz in Polizeigewahrsam genommen - überwiegend habe es sich um Betrunkene gehandelt. Drei Personen habe man vorläufig festgenommen, berichtete ein Sprecher der Polizei. Die Zahlen seien im Vergleich zu anderen Jahren nicht auffällig. Die Polizei war mit rund 1000 Kräften im Einsatz.

Bahnunglück in Köln-Vingst

Zum Karnevalsbeginn reisten viele Karnevalsjecken mit der Bahn nach Köln, was für volle Züge und Bahnsteige sorgte. Am Bahnhof Köln-Süd mussten die anwesenden Bundespolizisten mehrfach wegen Personen im Gleis einschreiten, was zu Verzögerungen im Bahnverkehr führte. In Köln-Vingst ereignete sich am Abend ein Unfall, bei dem ein 25-Jähriger zu nah ans Gleis geriet und von einem Zug erfasst wurde. Der junge Mann wurde nach dem Unglück schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Feiern nur mit 2G

In den Partyzonen in der Kölner Altstadt und in der Zülpicher Straße galt wegen der Corona-Pandemie 2G: Nur Geimpfte und Genesene hatten Zutritt. Am späteren Donnerstagabend habe sich mit Ende des Bühnenprogramms der Schwerpunkt lokal dann etwas verlagert. „Es war eine insgesamt ruhige Nacht“, betonte der Polizeisprecher. Etwa bis Mitternacht sei auf den Straßen noch mehr los gewesen, am frühen Morgen habe sich die Lage dann zusehends beruhigt. Für eine endgültige Bilanz zu Ausschreitungen beim jecken Treiben sei es allerdings noch zu früh.

Keine Zwischenfälle in anderen Hochburgen

In den anderen Karnevalshochburgen in NRW verlief der Auftakt der Saison nach ersten Erkenntnissen ohne größere Zwischenfälle. In Düsseldorf und Bonn meldete die Polizei am frühen Morgen keine besonderen Vorkommnisse. Im niederrheinischen Kaarst war das Hoppeditzerwachen dagegen wegen steigender Inzidenzzahlen in der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt worden. „Trotz 2G gibt es beim Schunkeln und Singen keine Garantien“, teilte Bürgermeisterin Ursula Baum (FDP) am Donnerstag mit. Auch Geimpfte oder Genesene könnten sich infizieren.

(dpa)