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Karneval in Köln: Start in die Session am 11.11 in kleiner Runde geplant

Sessionsstart 2020 : Karnevalisten in Köln planen 11.11. „in kleiner Runde“

In die Session per Live-Übertragung starten? Für die Kölner Karnevalisten ist dies momentan das wahrscheinlichste Szenario, um am 11.11. trotz der Infektionszahlen zu feiern.

Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten einen alternativen Start in die Session am 11.11. - mit deutlich weniger Besuchern. Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, erklärte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Donnerstagabend.

„So können auch zuhause an den Bildschirmen möglichst viele Jecken dabei sein“, sagte er. Für die vielen anderen spontanen Karnevalsfeiern am 11.11. müsse die Stadt klare Regeln definieren. Für die Veranstaltungen im kommenden Jahr hätten die neuen Vorgaben erstmal keine Konsequenzen, sagte Kuckelkorn. „Das Festkomitee und die uns angeschlossenen Gesellschaften arbeiten seit Monaten auch an alternativen Varianten für unsere Veranstaltungen im Januar und Februar.“

Karneval könne wichtiger Trostspender sein

Die Karnevalisten hätten der NRW-Landesregierung dazu ein Konzept für Veranstaltungen in Sälen und Open Air vorgelegt. „Das Konzept wird derzeit geprüft, wir rechnen mit einer Rückmeldung Mitte September und können dann unsere Pläne weiter konkretisieren“, so der Festkomitee-Präsident. Besonders in Krisenzeiten könne der Karneval ein wichtiger Trostspender für die Menschen sein, betonte er.

Bund und Länder hatten vereinbart, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. In NRW müssen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen künftig zudem von den Kommunen mit dem Land NRW abgestimmt werden. Dies sei auch eine Lehre aus dem Fall Düsseldorf, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag. Dort hatte die Stadt ein Konzert mit 13 000 Besuchern genehmigt, inzwischen ist es auf einen späteren Termin verschoben.

(dpa)