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Karnevalszug in Köln wegen Corona abgesagt - Appell von Laschet

Zollstocker Dienstagszug : Erster Karnevalszug in Köln wegen Corona abgesagt

In Bonn ist bereits der Karnevalszug in Kessenich abgesagt worden, nun haben auch die ersten Veranstalter in Köln reagiert. Derweil ruft NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Karnevalisten zum Verzicht auf.

In Köln ist der erste Karnevalszug abgesagt worden. Betroffen ist der Dienstagszug in Köln-Zollstock. Wie die Veranstalter in einem Video auf ihrer Facebook-Seite mitteilten, hat sich der Verein am Donnerstag zu diesem Schritt entschieden, nachdem bekannt geworden war, dass alle Großveranstaltungen wegen des Coronavirus noch bis Ende diesen Jahres abgesagt werden müssen. Man könne jedoch nicht bis zum Jahresende oder länger abwarten, ob und wie ein Karnevalszug im Februar durchführbar sei oder nicht, erklärte ein Sprecher des Vereins. Gesundheitliche und finanzielle Risiken seien zu hoch, um den Zug weiter zu planen.

Derweil bittet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet Karnevalisten wegen der Corona-Pandemie um Verständnis. „In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten: Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Er wünsche sich eine gemeinsame Regelung in den benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von den Vereinen mitgetragen werde. „Dann werden die Menschen verstehen, dass wir mit dem Virus nicht so Karneval feiern können wie es üblich war“, sagte Laschet. Karneval mit vielen Menschen auf engem Raum und Alkohol sei derzeit schwer vorstellbar.

Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten bereits einen alternativen Start in die Session am 11.11. - mit deutlich weniger Besuchern. Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, hatte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Donnerstag erklärt.

(dpa/ga)