Agrippabad in Köln Acht Männer sollen 13-Jährige sexuell missbraucht haben

Update | Köln · In Köln sollen am Sonntag acht Männer ein 13-jähriges Mädchen in einem Schwimmbad sexuell missbraucht haben. Die Polizei stellte die Tatverdächtigen, die unter anderem aus Bonn und Köln kommen, und sucht nun nach Zeugen.

 Acht Männer sollen eine 13-Jährige im Agrippabad in Köln sexuell missbraucht haben.

Acht Männer sollen eine 13-Jährige im Agrippabad in Köln sexuell missbraucht haben.

Foto: picture alliance/dpa/Oliver Berg

In Köln sollen am Sonntag acht Männer im Alter zwischen 16 bis 26 Jahren ein 13-jähriges Mädchen im Agrippabad bedrängt und sexuell missbraucht haben. Drei 16 Jahre alte Jugendlichen, drei 21-Jährige, ein 22 Jahre alter und ein 26 Jahre alter Mann sollen das Mädchen gegen 18.20 Uhr im Außenbecken des Agrippabads umringt haben, teilte die Polizei mit. Die Männer sollen die 13-Jährige bedrängt, hochgeworfen und unter Wasser getaucht haben.

Dabei soll einer der 16-Jährigen, der in Köln wohnt, dem Mädchen unter die Bikinihose gegriffen haben. Das Mädchen befreite sich und meldete den Vorfall dem Bademeister, welcher die Polizei alarmierte. Ein Sprecher der KölnBäder sagte, man könne den Vorfall bestätigen. „Unsere Mitarbeiter sind angesprochen worden und haben besonnen reagiert“, sagte er. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne und wolle man sich dazu nicht weiter äußern.

Die Polizei Köln war mit sieben Streifenwagen vor Ort und stellte die Tatverdächtigen, als diese das Schwimmbad verlassen wollten. Auch einen Zeugen, der die Tat beobachtet haben soll, konnten die Beamten vor Ort antreffen. Welche Straftaten welchen Beteiligten vorgeworfen werden, ist laut eines Sprechers der Polizei noch nicht klar. Bei dem 16 Jahre alten Hauptverdächtigen stünde sexueller Missbrauch oder schwerer sexueller Missbrauch im Raum – das müsse aber noch geklärt werden. Die Ermittlungen stünden aber noch am Anfang.

Die Tatverdächtigen sollen in Bonn, Köln, dem Rhein-Sieg-Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnen. „Es stehen jetzt noch die gesamten Vernehmungen an. Das braucht natürlich Zeit“, sagte der Polizeisprecher. Die Tatverdächtigen seien nach der mutmaßlichen Tat erkennungsdienstlich behandelt – also identifiziert – worden. Danach kamen sie wieder auf freien Fuß. Laut Polizei gibt es auch einen Zeugen, der den Vorfall mitbekommen hatte und Angaben dazu machte. Auch er müsse aber noch genauer vernommen werden. Die 13-Jährige selbst sei im Beisein ihrer Eltern angehört worden, sagte der Polizeisprecher. Auch Opferschützer würden Kontakt mit ihr aufnehmen, im Umgang mit ihr wolle man mit Ruhe und Bedacht vorgehen.

Die Polizei bittet Badegäste, die Angaben zu dem möglichen Tatgeschehen machen können, darum, sich telefonisch unter 0221 2290 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.

(ga/mit Material von dpa)