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Köln: Ärtzin verstößt gegen Maskenpflicht und zweifelt an Pandemie

Verstöße gegen Maskenpflicht in Praxis : Kölner Ärztin stellt Corona-Pandemie in Frage

Eine Kölner Ärztin soll nach einer Durchsuchung des Ordnungsamtes die Corona-Pandemie angezweifelt haben. Das Ordnungsamt ahndete mehrere Verstöße in der Hausarztpraxis. Im Wartezimmer sollen zudem mutmaßliche Querdenker-Broschüren gelegen haben.

In einer Kölner Arztpraxis haben Polizei und Ordnungsamt mehrere Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet. Unter anderem die Ärztin habe keine Maske getragen, teilte ein Sprecher der Stadt Köln am Donnerstag mit. Außerdem hätten im Wartezimmer Broschüren ausgelegen, die mutmaßlich der Querdenkerszene zuzuordnen seien. Zuvor waren bei der Stadt entsprechende Hinweise von Bürgern eingegangen.

Als die Beamten die Hausarztpraxis in der vergangenen Woche aufsuchten, wurden sie den Angaben zufolge von einer Sprechstundenhilfe empfangen, die keine medizinische Maske trug. Die Ärztin und zwei Patienten hätten gar keine Masken getragen, eine Patientin habe lediglich einen Schal vor dem Gesicht gehabt. Gegen die fünf Personen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet.

Die Ärztin haben im Gespräch mit den Mitarbeitern des Ordnungsamts gesagt, sie würde dann eine Maske tragen, wenn man ihr beweisen könne, dass zurzeit eine Pandemie herrsche. Außerdem habe sie die Zuständigkeit der Stadt angezweifelt und behauptet, dass es sich dabei nicht um eine Behörde, sondern um eine Firma handele. Die Stadt prüft nun Konsequenzen. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

(dpa)