Polizei durchsucht Wohnungen und Geschäftsräume Corona-Teststationen-Betreiber in Köln sollen massiv betrogen haben

Die Betreiber von zwei Corona-Teststationen in Köln stehen im Verdacht, Corona-Tests abgerechnet zu haben, die niemals durchgeführt wurden. Beinahe hätten sie dafür zwei Millionen Euro kassiert. Doch die Polizei kam ihnen zuvor.

 Die Betreiber von zwei Corona-Teststationen in Köln stehen unter massivem Betrugsverdacht.

Die Betreiber von zwei Corona-Teststationen in Köln stehen unter massivem Betrugsverdacht.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Betreiber zweier Corona-Teststationen in Köln stehen unter massivem Betrugsverdacht. Nach den von ihnen eingereichten Unterlagen wären in ihren beiden Teststationen zeitweise bis zu 36 Prozent aller Tests von rund 800 Teststationen in Köln ausgeführt worden, teilte die Polizei mit.

Am Donnerstag wurden in Köln und in Bergheim Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die 25, 26 und 31 Jahre alten Betreiber der Teststationen sollen den Angaben zufolge im Mai und im Juni Unterlagen gefälscht und nicht ausgeführte Tests bei der Kassenärztlichen Vereinigung zur Bezahlung eingereicht haben. Das Verfahren war nach anonymen Anzeigen ins Rollen gekommen. Die Teststationen befanden sich in einer Sisha-Bar in der Innenstadt und im Stadtteil Ehrenfeld.

Aufgefallen waren sowohl die Gesamtzahl der zur Bezahlung eingereichten Tests als auch der im Verhältnis zur Gesamtzahl zu hohe Anteil negativer Ergebnisse - bei denen für das Gesundheitsamt gar keinen Handlungsbedarf entsteht. Die Auszahlung von annähernd zwei Millionen Euro habe aufgrund der frühzeitigen Ermittlungen verhindert werden können, so die Polizei. Die Ermittler wollen nun anhand der sichergestellten Unterlagen prüfen, wieviele Tests tatsächlich ausgeführt wurden.

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(dpa)
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