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Köln: Clubs rufen zur Demo "Kulturbewegt - Rettet die Kultur" auf

#Kulturbewegt : Kölner Club-Szene ruft zur Demo auf

Die Kölner Club- und Kultur-Szene ruft am kommenden Samstag zur Demo in der Kölner Innenstadt auf. Ziel ist die Lockerung der Corona-Verordnungen, durch die Clubs derzeit nicht öffnen können.

Corona hat alle Lebensbereiche beeinflusst. So auch die Kulturszene in den Städten. Mittlerweile ermöglichen verschiedene Corona-Konzepte und -Richtlinien die betriebliche Wiederaufnahme von Kulturstätten wie Kinos, Theatern und Konzertbetrieben. Diese Richtlinien untersagen allerdings Clubs und Diskotheken bisher die Wiedereröffnung - mit Ausnahme von Festen zu einem „herausragenden Anlass“, zu denen auch Clubs angemietet werden können. Gegen das Verbot der Wiedereröffnung will die Kölner Club-Szene nun vorgehen.

Die Demo führt zum Aachener Weiher

Für den kommenden Samstag hat die Kölner Veranstalter Initiative (KVI) daher zur Demo aufgerufen. Unter dem Motto „#Kulturbewegt - Rettet die Kölner Veranstaltungszene“ soll der Aufzug um 12 Uhr an der Unimensa starten und von dort bis zum Aachener Weiher ziehen. Gegen 15 Uhr wird dann mit dem Ende der Demo gerechnet. Ziel der Demo soll unter anderem die Wiederaufnahme der Arbeit sein, teilen die Veranstalter in der Beschreibung ihrer Online-Petition mit. In dem Statement schwingt aber auch der Wunsch nach dem Austausch zwischen der Club- und Kultur-Szene und der Politik mit. Das wird besonders in der Beschreibung der Facebook-Veranstaltung der Demo deutlich. Die dort aufgelisteten Redner haben sowohl Hintergründe in der Club-Szene als auch im politischen Bereich. So sollen unter anderem Brigitta von Bülow, Fraktionsvorsitzende der Grünen, und Alexander Yohannes von der CDU als Redner vor Ort sein.

Die Demo wurde in Köln mit 500 bis 600 Teilnehmern angemeldet, teilte die Polizei Köln auf Nachfrage mit. Straßen werden auf dem Aufzugsweg nicht gesperrt. Bisher haben über 600 Personen auf Facebook für die Demo zugesagt. Während der Demonstration soll außerdem die Coronaschutzverordnung eingehalten werden. Die Veranstalter rufen die Teilnehmer dazu auf, Masken zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Außerdem wollen sich die Veranstalter von extremen Positionen entfernen. Dafür teilen sie in ihrer Veranstaltung mit: „Solltet ihr sexistisches, nationalistisches oder diskriminierendes Gedankengut in jedweder Form in euch tragen, so bitten wir euch, von unserer Demo fernzubleiben. Der Schutz von diskriminierungsfreien Räumen - dazu gehört auch unsere Demo - hat für uns oberste Priorität.“

Ideen für Hygienekonzepte stehen bereit

Auch Vorschläge, wie der Clubbetrieb wieder aufgenommen werden könnte, teilen die Veranstalter online. Verschiedene Ideen für Hygienekonzepte beinhalten unter anderem ein „lückenloses Tracking“ der Clubgäste. Dabei verweist die KVI auch auf ein Konzept, das bereits in Stuttgart erprobt wurde. Andere Ideen beinhalten unter anderem den Vorverkauf von Tickets und eine gestaffelte Maskenpflicht. Die Wiedereröffnung der Clubs sehen die Veranstalter vor allem als sinnvolle Alternative zu nicht genehmigten Treffen vieler Party-Freunde: „Dass ein Bedürfnis nach Clubkultur besteht, sieht man schon an der Vielzahl „illegaler Raves“ zurzeit, bei der sich mehrere Hundert Personen jedes Wochenende versammeln, komplett ohne Registrierung und Nachverfolgbarkeit.“