Appell zum 11.11. Kölner Gastronomen warnen davor, Karneval zu feiern

Köln · In Köln ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark gestiegen und nähert sich dem Grenzwert von 50, ab dem neue Einschränkungen gelten. Mit Blick auf den Karnevalsauftakt am 11.11. haben Gastronomen nun einen eindringlichen Appell an die Kölner geschickt.

 Die Kölner Gastronomen bitten ihre Mitbürger, auf Karnevalspartys am Elften im Elften zu verzichten.

Die Kölner Gastronomen bitten ihre Mitbürger, auf Karnevalspartys am Elften im Elften zu verzichten.

Foto: dpa/Oliver Berg

Mit einem eindringlichen Appell richtet sich die Interessengemeinschaft der Kölner Gastronomie an ihre Kölner Mitbürger und warnt davor, am 11.11. Karneval zu feiern. „Wir appellieren dringend an Sie und euch alle. Bitte feiert am 11.11. keinen Karneval. Nicht auf der Straße, nicht in unbelehrbaren Kneipen und auf keinen Fall zuhause!“, heißt es in einem Beitrag, den die IG auf Facebook veröffentlicht hat.

Darin äußern die Vertreter der Gastronomie ihre Sorge, dass Karnevalsfeiern zu einem kompletten Lockdown führen könnten und malen das drohende Szenario entsprechend aus: „Keine geöffnete Gastronomie in der gesamten Weihnachtszeit, starke Einschränkungen des Handels, keine weihnachtlichen Märkte und dabei noch komplett lächerlich gemacht vor den Augen Deutschlands und der Welt. Wir alle würden das wirtschaftlich nur mit größten Schäden oder garnicht überstehen“, schreiben die Verfasser des Appells.

In Köln gebe es 550.000 Haushalte. Bereits wenige kleine Partys könnten demnach dafür sorgen, „dass sich die derzeitigen Infektionen in einem unvorstellbaren Maß nach oben vervielfachen“. Unter dem Hashtag #stayathomeincologne bitten die Autoren darum, ihren Beitrag zu teilen. Für eine Stellungnahme war die IG Kölner Gastro zunächst nicht erreichbar.

In Köln lag die sogenannte Inzidenzzahl, die die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche angibt, bei über 45. Ab einem Grenzwert von 50 Neuinfektionen drohen neue Einschränkungen in der Domstadt. Öffentliche Feiern soll es in Köln ohnehin nicht geben. Auch in Bonn hatten die Fallzahlen den ersten kritischen Schwellenwert überschritten.

(ga)
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