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Köln: Polizei hebt "Loverboy"-Bande aus

Verdacht auf Zwangsprostitution : Polizei hebt „Loverboy“-Bande in Köln aus

Seit dem frühen Mittwochmorgen durchsucht die Polizei mehrere Wohnungen in Köln und Umgebung. Auch das SEK war an zwei Einsätzen beteiligt. Es handelt sich um ein Ermittlungsverfahren wegen Zwangsprostitution.

Bei Durchsuchungen von neun Wohnungen in Köln sowie einer Wohnung im Märkischen Kreis hat die Polizei am Mittwoch laut Mitteilung bislang verschiedene Smartphones, Datenträger und eine geringe Menge an Betäubungsmitteln sichergestellt. Auch Spezialeinsatzkräfte waren in zwei Wohnungen mit vor Ort.

Wie die Polizei angab, sollen acht Personen im Alter von 20 bis 26 Jahren türkischer, arabischer sowie deutscher Abstammung verdächtig sein, eine 19-Jährige zur Prostitution gezwungen und die Geldzahlungen ihrer Freier vereinnahmt zu haben. Darüber hinaus soll die junge Frau von mehreren Beschuldigten sexuell missbraucht worden sein. Bei dem Hauptverdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24-jährigen Deutschen.

Eine frühere Bekannte der 19-Jährigen soll ihr den „Loverboy“ mit dem Ziel vorgestellt haben, sie als Prostituierte anzuwerben. Der jungen Frau gegenüber war hierbei behauptet worden, sie könne ihre Tätigkeit jederzeit mit der Zahlung einer Geldsumme freiwillig beenden. Im September gelang ihr die Flucht. Mit einer Aussage bei der Polizei brachte sie die Ermittlungen in Gang.

(mit dpa-Material)

(dpa)