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Kölner Hauptbahnhof: Polizei richtet Waffenverbotszone ein

Behörde reagiert auf Gewalt : Polizei richtet Waffenverbotszone am Kölner Hauptbahnhof ein

Reisende am Kölner Hauptbahnhof müssen am kommenden Wochenende mit Kontrollen rechnen. Wegen anhaltender Gewalt will die Polizei eine Waffenverbotszone einrichten.

Der größte Bahnhof Nordrhein Westfalens wird kommendes Wochenende von der Bundespolizei zur Waffenverbotszone erklärt. Die Polizei will nach eigenen Angaben verstärkt kontrollieren. Wer sich nicht an das Waffenverbot hält, muss mit Platzverweisen, Haus- oder Beförderungsverboten sowie Zwangsgeldern rechnen. Das Mitführen von Schuss-, Hieb-, Stoß-, und Stichwaffen sowie Messern aller Art wird damit verboten.

Die Verfügung gilt ab dem 2. Oktober, 16 Uhr, bis zum 4. Oktober, 8 Uhr im Kölner Hauptbahnhof, in dessen Gebäudekomplex und auf den Gleisanlagen.

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es nach Angaben der Polizei zwar weniger Fahrgäste am Kölner Hauptbahnhof. Die Gewaltdelikte seien aber dennoch nicht zurückgegangen.

In diesem Jahr habe es bereits mehr als 100 registrierte Fälle von Waffeneinsatz oder -besitz, vor allem durch Messer gegeben. Bei Straftaten mit Waffen oder waffenähnlichen Gegenständen sei zumeist Alkohol- und Drogenkonsum im Spiel.

(ga)