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Kölner Pascha: Insolvenzverfahren für Großbordell eröffnet

Größtes Bordell Europas : Insolvenzverfahren für Kölner „Pascha“ eröffnet

Im September hat das Kölner Großbordell „Pascha“ Insolvenz angemeldet, nun ist das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet worden. Gründe sind Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Für das von der Corona-Krise hart getroffene Großbordell „Pascha“ in Köln ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Es beziehe sich auf die Betreibergesellschaft des Hauses, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Montag. Den Angaben zufolge wurde es bereits am 28. Dezember eröffnet – wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das „Pascha“ gehört zu den größten Bordellen in Europa.

„Die 60 Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten. Die sechsstelligen monatlichen Fixkosten waren für uns ohne Einnahmen nicht zu stemmen“, sagte Geschäftsführer Armin Lobscheid der „Bild“. Auch andere Medien berichteten darüber. Der Insolvenzverwalter sowie Lobscheid waren für die Deutsche Presse-Agentur zunächst nicht zu erreichen.

Dass das „Pascha“ große Probleme hat, war seit längerem bekannt. Es hatte bereits Anfang September – während der ersten Schließung der Bordelle wegen der Corona-Pandemie – Insolvenz angemeldet. Die laufenden Kosten für das zehnstöckige Gebäude, in dem rund 60 Angestellte wie Masseure, Handwerker und Köche arbeiteten, seien zu hoch. Normalerweise arbeiten dort auch rund 120 Prostituierte, allerdings als Selbstständige.

Nach einer zeitweisen Lockerung ist der Betrieb von Bordellen in NRW mittlerweile wieder untersagt. „Jetzt mit der erneuten erzwungenen Schließung besteht keine Aussicht mehr, die Firma weiter betreiben zu können“, erklärte Geschäftsführer Lobscheid der „Bild“. Was nun mit dem markanten „Pascha“-Haus geschieht, war zunächst unklar.

(dpa)