1. Region
  2. Köln & Rheinland

Gewalt, Pöbeleien und Widerstand gegen Beamte: Kölner Polizei verzeichnet viele Einsätze am ersten Ferienwochenende

Gewalt, Pöbeleien und Widerstand gegen Beamte : Kölner Polizei verzeichnet viele Einsätze am ersten Ferienwochenende

Gewaltbereitschaft, Widerstände gegen Einsatzkräfte, Pöbeleien und Beleidigungen - die Kölner Polizei blickt auf ein ereignisreiches erstes Ferienwochenende zurück. Dabei gab es wiederholt Gewalt gegen Einsatzkräfte.

Zahlreiche Einsätze haben die Polizei in Köln am ersten Ferienwochenende beschäftigt. Die Beamten trafen dabei auf Gewaltbereitschaft, Widerstände gegen Einsatzkräfte, Pöbeleien und Beleidigungen. Auch in Bonn hatte die Polizei am Wochenende alle Hände voll zu tun.

In Köln eskalierte in der Nacht auf Samstag ein Streit zwischen drei Männern an der Zülpicher Straße in Höhe des Instituts für Biochemie, bei dem einer der Beteiligten schwer verletzt am Boden liegen blieb. Ein 22-Jähriger hatte die beiden anderen Männer mit einer Glasflasche attackiert. Einem der beiden, dessen Alter der Polizei unbekannt ist, schlug der 22-Jährige die Flasche über den Kopf. Mit der gesplitterten Seite der Flasche stach der Tatverdächtige dem zweiten Opfer, einem 26-Jährigen, in den Oberkörper. Dieser sackte stark blutend zusammen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Am Samstagnachmittag eilten Polizeikräfte gegen 16 Uhr zu einem Einsatz an der Schildergasse in der Innenstadt, weil Passanten dort eine Schlägerei einer größeren Menschenmenge befürchteten. Am Einsatzort richtete sich die laut Polizei aggressive Stimmung der acht angetroffenen Personen gegen die Beamten. Als die Polizisten einen Beteiligten hinderten, sich vom Ort zu entfernen, griffen drei Verwandte des Mannes die Einsatzkräfte an und versuchten, diesen zu befreien. Unter heftiger Gegenwehr brachte die Polizei alle vier Beteiligte zur Polizeiwache. Bei dem Einsatz waren nach Polizeiangaben acht Streifenteams der Polizei beschäftigt.

Einen weiteren Einsatz gab es am Samstagabend, als ein 58-Jähriger in einem Lokal an der Luxemburger Straße sich mit dem Gastwirt stritt. Als der Mann zunehmend aggressiver wurde und die Polizei einen Platzverweis aussprach, ging der stark alkoholisierte Mann auf die Beamten zu und bäumte sich auf. Die Polizisten brachten den 58-Jährigen zu Boden, der sich mit Tritten und Schlägen gegen seine Festnahme wehrte. Auf den Mann, der mutmaßlich auch unter Drogeneinfluss stand, kommen mehrere Strafanzeigen zu.

Mit derben Beleidigungen und Drohungen fiel in der Nacht auf Sonntag dann ein 24-Jähriger an der Moltkestraße auf. Der Randalierer drohte der Polizei unter anderem, sie „abzuknallen“. Unter Tritten und Spuckattacken wurde der Mann festgenommen und verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam.

Bereits in der Nacht auf Samstag hatte es die Polizei am Stadtgarten mit Pöbeleien, Rangeleien, Beleidigungen und Widerstand gegen die Beamten zu tun. Unter anderem zerstachen Unbekannte Reifen eines Polizeiwagens. In der Nacht auf Sonntag wurde zudem ein Kennzeichen eines Mannschaftswagens gestohlen., der während eines Einsatzes an der Aachener Straße geparkt war.

In Düsseldorf wurde in der Nacht zu Sonntag wie schon in der Nacht zuvor erneut die große Freitreppe am Rheinufer wie auch eine Straße in der Altstadt geräumt, weil sich dort zu viele Menschen auf engem Raum aufgehalten und die Corona-Bestimmungen missachtet hätten.

Ordnungskräfte lösten Ansammlungen und unzulässige Veranstaltungen zu vorgerückter Stunde auf. In der Altstadt gab es weitere Einsätze der Polizei unter Beteiligung einer Hundertschaft. Vielfach sei den Beamten auch hier den Angaben zufolge von Besuchern Widerstand und Aggression entgegengeschlagen.