Kölner Zoo wieder geöffnet Welche Attraktionen wegen der Geflügelgrippe noch geschlossen bleiben

Update | Köln · Mitte Februar musste der Kölner Zoo für etwa eine Woche schließen. Der Grund war ein Ausbruch von Geflügelgrippe. Und auch jetzt hat die Krankheit noch Auswirkungen auf den Zoo.

Gefahr durch Geflügelgrippe abgewendet: Besucher des Kölner Zoo können wieder Tiger und andere Tiere bewundern. (Archivfoto)

Gefahr durch Geflügelgrippe abgewendet: Besucher des Kölner Zoo können wieder Tiger und andere Tiere bewundern. (Archivfoto)

Foto: Kölner Zoo/Hans Feller

Der Ausbruch der Geflügelgrippe Mitte Februar bereitet dem Kölner Zoo immer noch in einigen Bereichen Probleme. Wie ein Sprecher des Zoos auf GA-Nachfrage mitteilt, sind nach wie vor die Häuser, in denen Vögel gehalten werden, geschlossen. Dazu zählen „Hippodom“, „Tropenhaus“, „Eulenkloster“ und „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“. Zudem sind die nicht übernetzten Vogelanlagen vorübergehend nicht mit Tieren besetzt. So soll verhindert werden, dass sich wild lebende Vögel anstecken können.

Außerdem seien dem Zoo aktuell keine Tiertransporte in andere Zoos erlaubt. „Wir haben bei rund 12.000 Tieren regelmäßig Transporte, doch das findet derzeit nicht statt“, teilt der Sprecher weiter mit. Lediglich Geißbock Hennes, das Maskottchen des 1. FC Köln, darf zu den Heimspielen im Rheinenergie-Stadion. So war er zuletzt bei dem Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen am 16. Februar vor Ort im Stadion.

Der Sprecher betont, dass die direkt ergriffenen Schutzmaßnahmen gemäß des Notfallplans und eine enge Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt der Stadt Köln dafür gesorgt haben, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten konnte. Auch hat der Zoo die Hygiene-Maßnahmen bei den Mitarbeitern verstärkt, um so eine erneute Ausbreitung zu vermeiden: „Alle Mitarbeiter haben die Notfallpläne gut und schnell umgesetzt.“

Zu beklagen waren insgesamt sechs tote Enten- und Hühnervögel. Alle weiteren Proben seien negativ gewesen. Das sei auch der Grund, weshalb der Zoo bereits nach kurzer Zeit wieder öffnen durfte.

Wann genau auch die Vogelhäuser wieder öffnen dürfen, ist derzeit nicht bekannt. „Das entscheiden die Ämter“, heißt es vonseiten des Kölner Zoos. Auch die Stadt Köln konnte auf GA-Nachfrage noch kein genaues Datum für die Öffnung nennen. „Die Vögel können frühestens ab Ende der zehnten Kalenderwoche zurück in ihre Volieren“, sagt Katja Reuter, Sprecherin der Stadt Köln. Das bedeutet frühestens ab dem 13. März könnten die Vogelhäuser wieder geöffnet werden. „Das hängt allerdings vom Verlauf der Krankheit und den Probeergebnissen ab“, erklärt sie weiter.

Nach einem Ausbruch der Geflügelgrippe hatte der Kölner Zoo am Rosenmontag, 12. Februar, vorsorglich schließen müssen. Nach dem Tod zweier Wildputen aus dem Bestand des Zoos kam ein positiver Befund auf Vogelgrippe heraus. Auch drei tote Enten wurden positiv getestet.

Laut dem Zoo stammten alle positiv getesteten Vögel vom selben Weiher. Der Zoo hält nach eigenen Angaben etwa 1500 Vögel, davon mehr als 650 Enten- und Hühnervögel. Andere Tiere oder Menschen waren nicht gefährdet.

Bereits wenige Tage später konnte der Zoo am Samstag, 17. Februar, wieder öffnen. Andere Zoos in Deutschland mussten in der Vergangenheit dagegen deutlich länger schließen. So war der Berliner Zoo im Jahr 2022 fünf Wochen lang wegen eines Vogelgrippefalls geschlossen.

Der Kölner Zoo ist der drittälteste in Deutschland. Auf dem Gelände leben 12.000 Tiere aus fast 800 Arten. Damit ist er einer der vielfältigsten in Europa. Im Schnitt kommen jährlich mehr als eine Million Besucher.

(ga/dpa)
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