Nach Ausbruch der Geflügelgrippe Der Kölner Zoo kann am Samstag wieder öffnen

Update | Köln · Der Kölner Zoo ist ab Samstag wieder für Besucher geöffnet. Am Rosenmontag musste er wegen eines Ausbruchs der Geflügelgrippe zwischenzeitlich schließen. Einige Attraktionen bleiben jedoch vorerst geschlossen.

 Gefahr durch Geflügelgrippe abgewendet: Besucher des Kölner Zoo können ab Samstag wieder Tiger und andere Tiere bewundern. (Archivfoto)

Gefahr durch Geflügelgrippe abgewendet: Besucher des Kölner Zoo können ab Samstag wieder Tiger und andere Tiere bewundern. (Archivfoto)

Foto: Kölner Zoo/Hans Feller

Der Kölner Zoo kann nach einem Fall von Geflügelgrippe am kommenden Samstag wieder öffnen. Diese Nachricht gab der Zoo am Freitagmittag auf seiner Internetseite bekannt. Die zuständigen Behörden der Stadt Köln teilten dies den Zoo-Verantwortlichen mit.

Nach Angaben des Zoos hätten die direkt ergriffenen Schutzmaßnahmen gemäß des Notfallplans und eine enge Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt der Stadt Köln dafür gesorgt, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten konnte. Zu beklagen seien sechs tote Enten- und Hühnervögel. Alle weiteren Proben seien am Freitag negativ gewesen.

Der Vogelbestand wird zunächst weiterhin aufgestallt bleiben. Das bedeutet, dass diese Vogelarten keinen Kontakt mit Wildtieren haben können. Vorerst müssen daher die Häuser, in denen Vögel gehalten werden, noch geschlossen bleiben. Dazu zählen „Hippodom“, „Tropenhaus“, „Eulenkloster“ und „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“. Zudem sind die nicht-übernetzten Vogelanlagen vorübergehend nicht mit Tieren besetzt. Alle weiteren Attraktionen werden ab Samstag wieder nutzbar sein.

Befunde seit Rosenmontag bekannt

Am Donnerstag hatte der Zoo mitgeteilt, dass von den ersten 75 Proben insgesamt sieben den für Vögel gefährlichen Virustyp zeigten. Laut dem Zoo stammen alle positiv getesteten Vögel vom selben Weiher. Der Zoo hält nach eigenen Angaben etwa 1500 Vögel, davon mehr als 650 Enten- und Hühnervögel. Andere Tiere oder Menschen waren nicht gefährdet.

Der Geflügelpest-Befund war am Rosenmontag nach dem Tod zweier Wildputen aus dem Bestand des Zoos bekannt geworden. Bei Klärung der Todesursache kam ein positiver Befund auf Vogelgrippe heraus. Auch drei tote Enten wurden positiv getestet.

Der traditionsreiche Zoo ist der drittälteste in Deutschland. Auf dem Gelände leben 12.000 Tiere aus fast 800 Arten. Damit ist er einer der vielfältigsten in Europa. Im Schnitt kommen jährlich mehr als eine Million Besucher. Die Mitglieder im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), zu dem auch der Kölner Zoo gehört, hatten 2022 mehr als 42 Millionen Besucherinnen und Besucher.

(ga/dpa)
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