Zwei Tote nach Fahrzeugbrand Ermittlungen zu A555-Unfall könnten Wochen bis Monate dauern

Wesseling · Die Ermittlungen zum Ablauf des tödlichen Unfalls auf der A555 könnten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wochen bis Monate dauern. Schneller könnte es allerdings bei der Identifizierung der Opfer gehen.

Bei dem Unfall am vergangegen Freitagabend kamen auf der A555 zwei Menschen ums Leben.

Bei dem Unfall am vergangegen Freitagabend kamen auf der A555 zwei Menschen ums Leben.

Foto: Ulrich Felsmann

Nach dem tödlichen Unfall auf der A555 dauern die Ermittlungen an. Dabei konzentriert sich die Arbeit zunächst weiterhin auf die Identifizierung der beiden Verstorbenen. „Wir haben zwar eine starke Vermutung, um wen es sich handeln könnte. Eine Auskunft hierzu kann aber erst erteilt werden, wenn eine hundertprozentige Sicherheit durch einen DNA-Abgleich besteht“, teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf GA-Anfrage mit.

Wie berichtet, waren bei einem schweren Verkehrsunfall am Freitagabend in Höhe der Anschlussstelle Wesseling auf der A555 zwei Menschen in einem VW Polo verbrannt. Das Auto hatte infolge einer Kollision Feuer gefangen. Ebenfalls in die Kollision verwickelt waren ein Mercedes und ein Audi. Gegen die beiden 20-jährigen Fahrer wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und Teilnahme an einem illegalen Autorennen vermittelt.

Bei den Verdächtigen handelt es sich dem Vernehmen nach um Nachwuchsspieler des 1. FC Köln. Wie der Verein am Dienstag erklärt hatte, habe er die beiden Unfallbeteiligten, um seiner Fürsorgepflicht nachzukommen, bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb befreit und ihnen weitgehende Unterstützung angeboten. Zugleich betonte der Verein, dass zunächst die Unschuldsvermutung gelte. „In Gedanken ist der FC bei den Angehörigen der Unfallopfer und zutiefst betroffen über die Ereignisse“, hieß es weiter.

Keine Ermittlungen gegen die beiden Beifahrer

In diesem Zusammenhang erklärte die Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch, dass keine Informationen aktenkundig sind, ob es sich bei den jeweiligen Beifahrern (21 und 20) ebenfalls um Fußballspieler handelt. „Selbst wenn dies der Fall wäre, würden hierzu keine Angaben gemacht werden – sie sind Zeugen, keine Beschuldigten“, so Bremer.

Weiter führte er aus, dass die Erstellung des beauftragten Unfallrekonstruktionsgutachtens durch einen Sachverständigen längere Zeit in Anspruch nehmen wird. „Es liegt auf der Hand, dass ein solches Gutachten nicht auf Knopfdruck innerhalb von zwei Tagen vorliegen kann“, so Bremer. „Im Gegenteil, die Erstellung dieses Gutachtens wird Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Die Ermittlungsbehörden benötigen Zeit, um den Sachverhalt bestmöglich aufzuklären. Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, teilte er weiter mit.

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