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Warnung vor "Kindesentführer" in Köln: Mann offenbar Opfer einer Verleumdung geworden

Warnung vor "Kindesentführer" in Köln : Mann offenbar Opfer einer Verleumdung geworden

Auf Facebook und Whatsapp wird in Köln derzeit vor einem "Kindesentführer" gewarnt. Am Mittwoch identifizierte die Polizei den Gesuchten, der offenbar Opfer einer Verleumdung wurde.

Die Kölner Polizei hat am Mittwochnachmittag einen Gesuchten identifiziert. Vor ihm wurde als "Kindesentführer" auf Facebook und Whatsapp gewarnt. Wie die Polizei mitteilt, gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann Opfer einer Verleumdung geworden ist. Das habe eine Befragung des Mannes zu möglichen Hintergründen der Veröffentlichung seines Fotos ergeben.

Die Polizei hat nun eine Ermittlung gegen den noch Unbekannten eingeleitet, der das auf dem Buchheimer Weg in Köln-Ostheim aufgenommene Foto des Mannes veröffentlicht und damit die illegale Fahndung eingeleitet hat. Die Beamten stellen in diesem Zusammenhang klar: Aktuell gibt es keinen bekannten Fall einer Kindesentführung in Köln.

Wer Fotos von Personen veröffentlicht oder an der Verbreitung solcher "Fahndungsfotos" mitwirkt oder gegen die gesuchte Person in anderer Weise vorgeht, macht sich unter Umständen strafbar und muss auf alle Fälle mit polizeilichen Ermittlungen rechnen.

Darüber hinaus kann abgebildete Person zivilrechtliche Ansprüche geltend machen, die sich aus der Verletzung der Persönlichkeitsrechte ableiten lassen. Die Polizei geht nun Hinweisen zu der Veröffentlichung nach, die sich aus dem Auszug eines eingesandten Chatverlaufs ergeben und bitten Personen, die Kenntnis von der illegalen "Fahndung" haben oder die Hintergründe der Veröffentlichung kennen, sich unter Rufnummer 0221/2290 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu wenden.

Die Fahndung, so die Polizei, könnte nach erster Bewertung mit mehreren Fällen von Exhibitionismus in Ostheim zusammenhängen, in denen das Kriminalkommissariat 12 ermittelt. Zuletzt am Dienstag nahmen Polizisten in Ostheim einen 59-jährigen Exhibitionisten fest. Der Festgenommene ist nicht derjenige, dessen Foto unzulässig in sozialen Medien verbreitet wurde.