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Vergiftungsfälle in Hürth: Mutmaßlich vergiftete Schwangere ist außer Lebensgefahr

Vergiftungsfälle in Hürth : Mutmaßlich vergiftete Schwangere ist außer Lebensgefahr

Ein 41-Jähriger aus Hürth soll mehrere Frauen aus seinem Umfeld mit Schwermetall vergiftet haben - zwei von ihnen sind tot. Ein drittes mutmaßliches Opfer schwebt nun nicht mehr in Lebensgefahr

Im Fall der schweren Vergiftungsfälle bei Frauen im Umfeld eines Mannes aus Hürth ist ein mutmaßliches Opfer außer Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Köln am Mittwoch mit. Die schwangere Frau - Lebensgefährtin des Beschuldigten - sei „zeitlich und örtlich orientiert“, sagte ein Sprecher. Auch für das ungeborene Kind gelte keine Lebensgefahr mehr. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Ermittler verdächtigen den Mann, mehrere Frauen mit dem hochtoxischen Schwermetall Thallium vergiftet zu haben. Zwei Frauen - die Großmutter seiner Lebensgefährtin und seine einstige Frau - sind tot. Der Zustand seiner schwangeren Lebensgefährtin galt wegen ihrer Vergiftung zeitweise als sehr kritisch.

Ermittler hatten den Mann Ende November festgenommen und Thallium in seiner Wohnung sichergestellt. Die Ermittlungen waren ins Rollen gekommen, nachdem die Mutter seiner Lebensgefährtin Anzeige erstattet hatte. Dem Mann wird Mord, versuchter Mord und versuchter Schwangerschaftsabbruch vorgeworfen. Nach seiner Festnahme bestritt er nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Taten.

Ermittler sind noch damit beschäftigt, sichergestellte Datenträger auszuwerten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollen sie unter anderem herausfinden, wie das Thallium beschafft worden sein könnte.

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(dpa)