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Bußgelder verhängt: Ordnungsamt und Polizei lösen Corona-Partys in Köln auf

Bußgelder verhängt : Ordnungsamt und Polizei lösen Corona-Partys in Köln auf

Gleich zwei illegale Corona-Partys haben Polizei und Ordnungsamt am Wochenende in Köln aufgelöst. Da sich dort nicht an die geltenden Corona-Regeln gehalten wurde, hagelte es Bußgelder und Anzeigen.

Wie im Vorfeld angekündigt, haben an diesem Wochenende Einsatzkräfte der Kölner Polizei und des Ordnungsdienstes vor dem Hintergrund der aktuell verschärften Pandemie-Bestimmungen ihre Kontrollen verschärft - und mussten gleich bei zwei illegalen Corona-Partys einschreiten.

Zwar sei auch im Bereich der sogenannten Hotspots ein eher geringeres Besucheraufkommen als an früheren Wochenenden zu verzeichnen gewesen, doch vielerorts missachteten Nachtschwärmer bei kleineren Ansammlungen auf Straßen, Plätzen und im Grüngelände die aktuellen Abstandsregeln und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung. Konsequent stellten die Ordnungshüter Anzeigen aus, erhoben Verwarnungsgelder und erteilten Platzverweise, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Am späten Samstagabend erhielt die Leitstelle Hinweise auf die Geräuschkulisse einer an der Neuehrenfelder Liebigstraße stattfindenden Gaststättenparty. Beim Eintreffen der Kräfte gegen 23.50 Uhr vor der Bar war diese plötzlich verdunkelt und mucksmäuschenstill. Nachdem auf Klopfen und Rufen niemand reagierte, öffnete - nach vergeblicher Androhung - ein Schlüsseldienst die Eingangstür. Im Inneren hielten sich neben dem Betreiber ein Dutzend Partygäste auf. Das Ordnungsamt bat sie zur Kasse, der Gastwirt erhielt eine Anzeige.

Insgesamt 28 Männer und Frauen im Alter zwischen 19 und 53 Jahren trafen Beamte dann am frühen Sonntagmorgen in einem leerstehenden Gebäude im rechtsrheinischen Deutz an. Durch eine eingetretene Tür waren die Partygäste offenbar in das baufällige Haus an der Siegburger Straße gelangt und hatten dort mit umfangreichem Musik-Equipment gefeiert. Als sich die ersten Streifenwagen näherten, flüchteten mindestens 30 bis 40 Unbekannte über das dortige Gleisbett am alten Deutzer Hafenbecken. Die Polizisten stellten ein Mischpult sowie mehrere Boxen sicher und leiteten Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ein.