Nach dem Tod des Freizeitpark-Mitarbeiters Phantasialand: Staatsanwaltschaft prüft mögliches Fremdverschulden

Brühl · Wie konnte es zum Tod des Mitarbeiters im Phantasialand kommen, der bei Arbeiten an der Achterbahn „Taron“ von einer Bahn erfasst wurde? Diese Frage beschäftigt inzwischen auch die Kölner Staatsanwaltschaft. Sie prüft, ob ein Fremdverschulden in Betracht kommen könnte.

 An der Achterbahn „Taron“ im Brühler Phantasialand ist ein Mitarbeiter am 25. März bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen.

An der Achterbahn „Taron“ im Brühler Phantasialand ist ein Mitarbeiter am 25. März bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen.

Foto: Phantasialand

Nach dem Tod eines 43-jährigen Mitarbeiters des Phantasialands, der bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn „Taron“ von einer Bahn erfasst wurde, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Köln. Wie Pressesprecherin Gianna Graf auf GA-Anfrage sagte, gehe es darum, ob eine strafrechtlich relevante Handlung vorliegen könnte, die zum Tod des Mannes geführt hat. Die Strafverfolgungsbehörde prüfe, ob der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung in Betracht kommen könnte, ob also ein Fremdverschulden vorliege oder beispielsweise Sorgfaltspflichten verletzt wurden.

Wie mehrfach berichtet, war der Beschäftigte der Technikabteilung des Brühler Freizeitparks am Montag, 25. März, als sich der Park noch in der Winterpause befand, bei Wartungsarbeiten an dem bis zu 117 Stundenkilometer schnellen Multi-Launch-Coaster „Taron“ von einer Bahn erfasst und schwer am Kopf verletzt worden. Er starb noch am Unfallort.

Zum möglichen Hergang des Unfalls wollte sich die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht äußern: „Die Ermittlungen laufen noch und sind recht umfangreich.“ Dazu gehöre auch die Befragung von Zeugen. „In ein paar Wochen“ wisse man hoffentlich mehr. Parallel prüft bekanntlich die Kölner Bezirksregierung den Vorfall aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht.

Mehr als 20.000 Euro Spenden gesammelt

Bei der Online-Spendensammlung von Angehörigen des Verstorbenen sind derweil mehr als 900 Beiträge eingegangen. Das erklärte Spendenziel von 20.000 Euro war am Dienstagmorgen bereits um 3.000 Euro überschritten. Wie auf der öffentlichen Plattform zu lesen, möchten die Schwäger des 43-Jährigen das Geld ihrer Schwester und Ehefrau des Verstorbenen zukommen lassen, damit sie trotz des plötzlichen Wegfalls des Einkommens ihres Mannes im gemeinsamen Zuhause bleiben könne.

Die Saison im Freizeitpark begann trotz allem wie geplant am Gründonnerstag. Allerdings gab es bei aller Freude zwischen Fahrgeschäften und anderen Attraktionen einen Moment der Trauer. Um 14.48 Uhr wurde es für eine Gedenkminute still.

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