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Kündigung nach Einbruch: Phantasialand und Mitarbeiter vertagen sich vor Gericht

Kündigung nach Einbruch : Phantasialand und Mitarbeiter vertagen sich vor Gericht

Nachdem ihm vorgeworfen wurde, an einem Einbruch mit hohem Schaden ins Phantasialand beteiligt gewesen zu sein, entließ der Freizeitpark den Restaurantleiter. Zur geplanten Verhandlung vor dem Arbeitsgericht kam es am Donnerstag aber nicht.

Im Verfahren um die Kündigung eines Phantasialand-Mitarbeiters haben die beiden beteiligten Parteien am Donnerstag eine Vertagung beantragt. Das teilte Frederik Brand, Pressedezernent am Arbeitsgericht in Köln, mit. Dort sollte der Fall verhandelt werden. Dem Vernehmen nach wird es aber nicht zu einem Verfahren kommen. Die Parteien könnten sich zuvor außergerichtlich auf einen Vergleich einigen.

Wie berichtet, geht es in dem Prozess um einen Restaurantleiter des Brühler Freizeitparks, der sich gegen seine Kündigung zum 31. Mai 2016 wehrt. Dem seit elf Jahren beschäftigten Restaurantleiter wird vorgeworfen, an einem Einbruch in das Phantasialand am 20. Juni 2015 beteiligt gewesen zu sein, bei dem Eintrittsgelder in sechsstelliger Höhe entwendet wurden. Bereits kurz nach der Tat war darüber spekuliert worden, dass die Täter Insiderwissen gehabt haben könnten. Sie waren – während zahlreiche Gäste auf der Party zur Veranstaltung „Fantasypride“ im Park feierten und entsprechend Lärm verursachten – gewaltsam in das Verwaltungsgebäude eingedrungen. Dort hatten die Täter Geld aus einem Tresor im Kassenbüro gestohlen.

Laut Ulrich Bremer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Köln, wurden nach dem Vorfall mehrere Beschuldigte ausgemacht, die Ermittlungen dauerten aber noch an. Das Phantasialand wollte sich wegen des laufenden Gerichtsverfahrens nicht zum Fall äußern.