1. Region
  2. Köln & Rheinland

Tumulte in Köln: Polizei löst Demo von Corona-Leugnern in Köln auf

Tumulte in Köln : Polizei löst Demo von Corona-Leugnern in Köln auf

Corona-Leugner und ihre Gegner haben die Kölner Polizei am Samstag beschäftigt. Eine nicht angemeldete Versammlung auf der Domplatte lösten die Einsatzkräfte am Mittag auf.

Eine nicht angemeldete Kundgebung von Corona-Leugnern sowie eine Gegen-Demo hat am Samstag die Kölner Polizei beschäftigt. Nach Angaben eines Sprechers hatten sich auf der Domplatte 150 bis 200 Menschen versammelt, die die Polizei der Hooligan-Szene zurechnet, um gegen die Pandemiebestimmungen zu demonstrieren. Die Polizei erteilte Platzverweise, sagte ein Sprecher. Es hatte zuvor im Internet einen Aufruf gegeben.

Ebenfalls in der Innenstadt gab es rund um eine angemeldete Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen tumultartige Szenen. Während auf einen Platz etwa 70 bis 80 Menschen aus dem Corona-Leugner-Lager demonstrierten, stellten sich ihnen zwischen 100 und 200 andere Menschen mit Sprechchören entgegen, wie der Sprecher der Polizei schilderte.

Bei einer Kundgebung auf dem Rudolfplatz weigerte sich einAnwesender beharrlich, eine Maske anzulegen - und wurde ebenfalls gewalttätig. Bei seiner Festnahme solidarisierten sich mehrere Personen und warfen Flaschen auf die Beamten. Zwei der Angreifer nahmen die Einsatzkräfte ebenfalls in Gewahrsam. In allen Fällen leiteten die Polizisten Strafverfahren ein, teilte die Polizei mit

Nachdem ein Maskenverweigerer gegenüber Einsatzkräften gewalttätig geworden sei, seien Flaschen geflogen. Der Mann ohne Maske und ein mutmaßlicher Flaschenwerfer kamen in Gewahrsam. Es sei unklar, wer weitere Flaschen geworfen habe.

Ein Autokorso von rund 30 Fahrzeugen von Corona-Leugnern fuhr am Samstag von der Deutzer Werft startend ebenfalls durch die Stadt. An der Kalker Hauptstraße wurde der Korso von rund 100 Gegendemonstranten blockiert. Polizisten beendeten die Blockade und stellten die Personalien der Gruppe fest. Zwei Beteiligte wurden zur Identitätsfeststellung zur Wache gefahren und anschließend entlassen.

(wrm/dpa)