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Rhein in Köln: Frau nach Badeunfall gefunden - Sechs Tote in NRW

Nach Badeunfall am Samstag : Tote im Rhein in Köln gefunden

In Gewässern in NRW sind am Wochenende sechs Menschen gestorben. Auch am Rhein in Köln war am Samstag nach einer vermissten Frau gesucht worden. Am Sonntag wurde ihre Leiche gefunden.

Bei Unfällen in Gewässern sind am Wochenende in Nordrhein-Westfalen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. In Düsseldorf wurde am Sonntagabend nach vier Stunden die Suche nach einem 18-Jährigen ergebnislos abgebrochen, der beim Baden im Rhein abgetrieben worden war. Er wäre das siebte Opfer.

Am Rodenkirchener Rheinufer in Köln ist am Sonntagabend die Leiche einer 27-jährigen Frau gefunden worden. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigt, handelt es sich dabei möglicherweise um die Person, die am Samstag bei einer aufwändigen Rettungsaktion gesucht worden war. Dabei waren auch Boote und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Suche hatte jedoch keinen Erfolg. Die Frau stand mit einer Freundin zwischen zwei Buhnen im Rhein und war in den Fluss abgetrieben worden. Die weitere in Not geratene 29-jährige konnte an der Stelle am Samstag gerettet werden.

Nach Angaben der Polizei wird im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens nun zunächst die Identität der Frau eindeutig geklärt. Der Fundort in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle spreche aber dafür, dass es sich um die Gesuchte handelt.

Samstagabend hatte die Feuerwehr Herne einen 36-Jährigen aus dem Rhein-Herne-Kanal geborgen, nachdem eine Hubschrauberbesatzung den im Wasser treibenden Körper gesichtet hatte. Der Mann hatte laut Polizei versucht, seinen Hund aus dem Wasser zu retten und sei dabei selbst ertrunken. Der Hund kam später zurück an Land.

In Hörstel war ein 17-Jähriger am Torfmoorsee zunächst als vermisst gemeldet worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Nach einer dreistündigen Suche wurde der Jugendliche tot aus dem See geborgen. Rund 30 Kilometer entfernt war am gleichen Abend ein 44-Jähriger im Bockholter See in Greven verschwunden. Bekannte hätten den Mann wenig später leblos im Wasser entdeckt, teilte die Polizei mit. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Ebenfalls am Samstagabend wurde nahe eines Stauwehrs ein 55-Jähriger tot aus der Werre geborgen, wie die Polizei Lippe mitteilte. Im Beyenburger Stausee nahe Wuppertal gab es einen besonders tragischen Fall: Ein 28-Jähriger mit geistiger Behinderung habe sich bei einem Spaziergang mit einem Betreuer am Sonntagnachmittag völlig unvermittelt in den See gestürzt, berichtete eine Polizeisprecherin. Er konnte nicht schwimmen und sei untergegangen. Passanten hätten ihn zwar aus dem Wasser gezogen, er sei aber im Krankenhaus gestorben.

(dpa/ga)