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RhineCleanUp nach der Flutkatastrophe: Tonnenweise Schwemmgut gesammelt

Müllsammelaktion „RhineCleanUp“ : Tonnenweise Flut-Schwemmgut am Rhein gesammelt

Beim „RhineCleanUp“ wurde aufgrund der Flutkatastrophe dieses Mal besonders viel Müll gesammelt. Tausende Freiwillige zogen an den Flüssen entlang, um die Ufer zu säubern.

Weinfässer, Getränkekisten, Gartenmöbel und sogar ein Fernwärmerohr - Hunderte Menschen haben am Samstag das Ufer des Rheins in Köln vom Schwemmgut der Flutkatastrophe befreit. Mehr als drei Tonnen Müll seien allein an einer Stelle in Stammheim gesammelt worden, sagte Christian Stock vom Verein Krake.

Die Aktion war Teil des „RhineCleanUp“, zu dem am Samstag Tausende Freiwillige zum Müllsammeln an den Rheinufern in Nordrhein-Westfalen erwartet wurden. Auch entlang der Ruhr in Essen und am Flussufer von Main und Mosel sollte Müll eingesammelt werden.

Insgesamt rechnen die Initiatoren des „RhineCleanUp“ mit bis zu 40 000 freiwilligen Helfern an vielen Flüssen in Deutschland und den Nachbarstaaten.

Das 20 Meter lange Fernwärmerohr, das bei Stammheim angeschwemmt wurde, wurde mit einer Metallsäge zersägt. „Das ist Schwemmgut aus dem Ahrtal“, sagte Stock. Er habe die großen Müllmengen im Rhein nach dem Hochwasser erwartet. „Nach der Flutkatastrophe musste dringend etwas getan werden.“

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf wurden etwa 2000 freiwillige Müllsammler erwartet. Bei den vom Verein Krake in Köln organisierten zwei Aktionen machten nach Angaben Stocks rund 500 Freiwillige mit.

Ziel des „RhineCleanUp“ ist es, besonders den Rhein von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden von tonnenweise Abfällen zu säubern. Im Jahr 2020 hatten etwa 300 Gruppen mitgemacht, die Zahl der Müllsammler wurde auf 35 000 geschätzt.

(dpa)