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Sieben Personen bei Unfall verletzt: Schaulustige greifen Einsatzkräfte nach Unfall in Köln an

Sieben Personen bei Unfall verletzt : Schaulustige greifen Einsatzkräfte nach Unfall in Köln an

Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem BMW und einem KVB-Bus in Köln sind am Freitagabend sieben Menschen verletzt worden. Während des Rettungseinsatzes mussten zehn Streifenwagenbesatzungen den Einsatzort sichern, da rund 70 zum Teil sehr aggressive Schaulustige die Einsatzkräfte behinderten und angriffen.

Ein Rettungseinsatz nach einem Verkehrsunfall ist am späten Freitagabend völlig eskaliert und konnte nur durch einen massiven Polizeieinsatz gesichert werden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war gegen 22 Uhr ein stark alkoholisierter 47-jähriger BMW-Fahrer - ein später erstellter Bluttest ergab einen Wert von 2,4 Promille - mit seinen fünf Mitfahrern auf der Waldecker Straße in Köln-Buchforst mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Gegenverkehr gefahren. Anschließend stieß er frontal mit einem in Richtung Kalk fahrenden Bus der KVB zusammen, der von einem 50 Jahre alten Busfahrer gesteuert wurde.

Der Bus kollidierte anschließend mit einem geparkten Golf. Sieben Personen wurden bei dem Frontalzusammenstoß verletzt. Polizisten stellten den BMW sicher. Die KVB ließ den Bus abschleppen. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam unterstütze die Einsatzkräfte bei der Unfallaufnahme.

Massives Polizeiaufgebot sichert Einsatz ab

Während des Rettungseinsatzes störten und behinderten etwa 70 Schaulustige die Polizei- und Rettungskräfte und filmten teilweise den Einsatz. Beim Wegdrängen der aggressiven Menschentraube griffen zwei 21 und 23 Jahre alte Männer und eine 32-jährige Frau die Polizisten aus der Menge heraus an.

Nur mit der Unterstützung von mehr als zehn Streifenwagen und zwei Diensthunden gelang es, die Situation zu beruhigen.

Die alkoholisierten Angreifer nahmen die Beamten für mehrere Stunden in Gewahrsam. Zwei Polizisten erlitten bei dem Einsatz Verletzungen.