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Schulen in Wessling: Zwei Corona-Fälle am Schulzentrum

Nach Rückkehr aus dem Ausland : Zwei Corona-Fälle an Schulen in Wesseling

Nach ihrem Urlaub im Risikogebiet hatte eine Familie aus Wesseling die Ergebnisse der Pflichttests nicht abgewartet. Zwei Töchter waren deswegen am Mittwoch mit Corona zur Schule gegangen.

Am Schulzentrum in Wesseling sind am Mittwoch zwei Corona-Fälle aufgetaucht. Das bestätigen der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Wesseling auf Anfrage. Zwei Mädchen aus einer Familie, die vorher Urlaub im Kosovo gemacht habe, seien positiv auf das Virus getestet worden, erklärte Kreispressesprecher Marco Johnen am Donnerstag. Der Kreis habe die Mädchen und 18 Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

Der Kosovo gehört seit dem 15. Juni zu den Risikogebieten des Robert-Koch-Instituts. Die Familie sei nach ihrer Rückkehr pflichtgetestet worden, hätte die Testergebnisse aber nicht abgewartet. „Die Kinder waren schon gut eine Stunde in der Schule, als die Ergebnisse kamen“, berichtete Johnen weiter. Ein Mädchen besucht die Albert-Einstein-Realschule, ihre Schwester geht auf das Käthe-Kollwitz-Gymnasium.

Das Kreisgesundheitsamt regelt, wie Schulen mit (Verdachts-)Fällen umzugehen haben, berichtet Sarah Hihn, Pressesprecherin der Stadt Wesseling. „Die Schulleitungen haben die betroffenen Schüler auf Anweisung des Gesundheitsamtes unter sofortige Quarantäne gestellt. Die Mitschüler und Lehrkräfte, welche Kontakt zu den betroffenen Schülerinnen hatten, wurden unverzüglich nach Hause geschickt“, sagte Hihn.

Bei der Kontaktpersonenermittlung halfen laut beiden Pressesprechern, dass die Schulen feste Sitzordnungen angeordnet hatten. Auch sei Johnen zufolge auf die richtige Belüftung geachtet worden. Der Kreis habe so alle Personen im Umfeld von anderthalb Metern um die Mädchen in Quarantäne geschickt. An der Realschule betrifft das laut John neben der Schülerin zehn weitere Personen, von denen neun Schüler sind. Bei der zehnten Person handele es sich um eine Schulbegleiterin. Am Gymnasium sind neben dem Mädchen acht weitere Schüler in Quarantäne. Lehrer seien nicht betroffen, bestätigen Johnen und Hihn.

Bei den Eltern der Mädchen und zwei weiteren Geschwisterkindern seien die Tests negativ ausgefallen. Da die Geschwister zu Kontaktpersonen der höchsten Kategorie gehören, seien auch sie in Quarantäne geschickt worden, berichtete Hihn.

Die Quarantäne gilt laut Johnen für 14 Tage. „Alle Kontaktpersonen wurden für den 18. August von der Stadt zur Testung angemeldet, der sechste Tag nach einer möglichen Infektion“, sagte er. Ob die Eltern und Geschwister der infizierten Mädchen erneut getestet würden, konnte der Pressesprecher am Donnerstag nicht sagen. Ihm zufolge handle es sich dabei aktuell um die einzigen Fälle an Schulen im Rhein-Erft-Kreis.

Die Eltern müssen laut Wesselings Bürgermeister Erwin Esser übrigens mit einem Bußgeldverfahren rechnen, da sie mit ihrem Verhalten gegen die Coronaeinreiseverordnung verstoßen haben.