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Nach der Flüchtlingswelle: Sporthallen sind wieder frei

Nach der Flüchtlingswelle : Sporthallen sind wieder frei

Mittlerweile sind die Flüchtlingszahlen rückläufig und die Kommunen konnten sich auf den Wohnraumbedarf einstellen. Deshalb müssen im Vorgebirge keine Turnhallen und Bürgerhäuser mehr als Unterkünfte genutzt werden.

Die Unterbringung der vielen Flüchtlinge war ein Thema, das vielen Kommunen zeitweise Kopfzerbrechen bereitete. Zum Teil besteht aber noch Sanierungsbedarf. Das ergab eine Anfrage des General-Anzeigers an die fünf Vorgebirgs-Kommunen.

Meckenheim hatte laut Sascha Bach von der Stadtverwaltung die Mehrzweckhalle in Lüftelberg und die Fronhofhalle in der Altstadt zur Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut. Dabei war die Fronhofhalle von Oktober 2015 bis Ende 2016 belegt und wird aktuell in Teilbereichen saniert, so Bach. Voraussichtlich stehe sie im zweiten Halbjahr 2017 wieder für die Schul- und Vereinsnutzung zur Verfügung. Anders sieht es mit der Mehrzweckhalle in Lüftelberg aus: „Sie wurde Anfang 2016 hergerichtet, aber aufgrund anderer Optionen und des Abflauens des Flüchtlingsstromes nicht belegt“, so Bach. Zwischenzeitlich sei sie auch von den Vereinen wieder genutzt worden und stehe seit Anfang 2017 wieder vollständig zur Verfügung.

Rheinbach nutzt die Mehrzweckhallen Hilberath, Queckenberg und Ramershoven als Flüchtlingsunterkünfte, alle sind seit August letzten Jahres aber wieder frei, sagte Pressesprecher Norbert Sauren. Nach einer Grundreinigung seien die erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen festgestellt worden. In Hilberath müssten die Sanitäranlagen und das Parkett erneuert werden, in Queckenberg werde vor allem in die Eingangs- und Notausgangstür, den Prallschutz und die Beleuchtung investiert. Elektroarbeiten, das Abhängen der Decke und der Einbau neuer Fenster und Türen stehen in Ramershoven an, so Sauren. Die Arbeiten seien voraussichtlich Mitte des Jahres abgeschlossen, sagte er. Über den Verlauf der Bauarbeiten und die weiteren Schritte informiere der erste Beigeordnete Raffael Knauber die Rheinbacher Ortsvorsteher Anfang Februar.

In Swisttal wurden keine Turnhallen belegt, von November 2015 bis April 2016 jedoch ein Gruppenraum des Bürgerhauses Morenhoven, gab Pressesprecher Bernd Kreuer Auskunft. Der Raum war für eine Belegung von bis zu 20 Personen vorgesehen, die aber nicht voll ausgeschöpft wurde, so Kreuer weiter. Sanierungsbedarf bestünde nicht. Die Flüchtlinge wohnten in Übergangswohnheimen, einer Wohncontaineranlage am Rathaus Ludendorf und dezentral in Wohnungen. „Bei der Wohnungssuche wurde die Verwaltung durch Helferkreise und Wohnungseigentümern unterstützt“, betonte Kreuer.

In Alfter waren keine Turnhallen oder Bürgerhäuser belegt, so Bürgermeister Rolf Schumacher. Die Flüchtlinge seien in der Unterkunft am Rathaus und im ehemaligen katholischen Kindergarten in Witterschlick sowie dezen-tral in gemeindeeigenen oder angemieteten Wohnungen untergebracht. Von Oktober 2015 bis Dezember 2016 diente das vorher leer stehende Alfterer Schloss als Notunterkunft. Zurzeit wird es laut Schumacher noch bis voraussichtlich Ende Januar zurückgebaut.

In Bornheim kamen ab August 2015 bis zu 150 Personen in der Zweifachhalle an der Grundschule in der Walraffstraße unter, sagte Bürgermeister Wolfgang Henseler. Seit Juli 2016 ist die Halle wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben, so Henseler weiter. Vorher sei sie saniert und renoviert worden. Das betraf die Sanitärräume und Verbrauchsspuren in der Halle. In einem kleinen Bereich hatte es einen Brand gegeben, so der Bürgermeister. In den Sommerferien soll nach seiner Auskunft noch der Hallenboden saniert werden, der aber bereits Vorschäden aufgewiesen hatte.

Im Mai 2016 war die Halle bei der Uedorfer Verbundschule für Flüchtlinge hergerichtet worden. Sie wurde nach Auskunft der Stadt aber schon nach wenigen Wochen wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben.