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Stadt Köln genehmigt Pop-up-Biergarten mitten auf der Vogelsanger Straße

Kein ähnliches Konzept in Bonn geplant : In Köln entsteht ein Biergarten mitten auf der Straße

Die Stadt Köln hat das Hygienekonzept für einen Biergarten mitten auf der Vogelsanger Straße am Donnerstag genehmigt. Von Freitagabend bis Sonntagabend soll das Konzept jeweils in den Abendstunden erprobt werden.

In Köln kann am Freitag, 17. Juli, ein Biergarten mitten auf der Vogelsanger Straße eröffnen. Die Stadt Köln hat am Donnerstag dem Vorschlag der Interessengemeinschaft Kölner Gastro (IG Gastro) zugestimmt und die Errichtung eines sogenannten Pop-up-Biergartens auf der Straße genehmigt. Ziel ist es, die „Party-Hotspots“, speziell im Belgischen Viertel, zu entzerren, die an den vergangenen Wochenenden mehrfach geräumt werden mussten.

An zwei Wochenenden soll ein 270 Meter langes Teilstück der Vogelsanger Straße im Bereich des Grüngürtels in einen Biergarten verwandelt werden. Geöffnet werden soll das Angebot jeweils in den Abendstunden vom 17. bis zum 19. Juli und vom 24. bis zum 26. Juli. Der Bereich soll für den Verkehr gesperrt werden und den Besuchern so genug Platz zur Verfügung stellen, damit ausreichend Abstand gehalten werden kann. Ziel ist es laut IG Gastro, die Bereiche der Stadt zu entlasten, in denen es zuletzt immer wieder zu Ansammlungen von großen Menschenmengen auf kleinem Raum kam.

Die Stadt Köln hatte zuvor das Hygienekonzept der IG Gastro vom Gesundheitsamt prüfen lassen. Wegen der Vorgaben der Coronaschutzverordnung ist ein solches Konzept für größere Veranstaltungen verpflichtend. Voraussetzungen für die Durchführung seien unter anderem, dass die Mindestabstände eingehalten werden können, die Hygienevorschriften beachtet werden und nachvollzogen werden könne, wer den Biergarten besucht habe, hieß es seitens der Stadt Köln.

Kein vergleichbares Konzept in Bonn geplant

Die Pläne der Gastronomen sehen vor, dass der Biergarten am ersten Wochenende Sitzplätze für bis zu 480 Menschen bietet. Unter Umständen könne die Kapazität für das darauffolgende Wochenende auf bis zu 720 Plätze aufgestockt werden, sagt Martin Schlüter, Vorstandsmitglied der IG Gastro. Stehtische seien nicht geplant, sondern lediglich Biertische und -bänke, an denen bis zu acht Personen Platz nehmen dürfen. Eine Bedienung am Tisch soll es nicht geben, dafür aber Wagen, an denen Getränke und Essen ausgegeben werden. Geplant sei, dass die Gäste sich auf dem Areal ohne Maske bewegen können. Seine Daten könnten die Gäste digital über eine App hinterlassen, sagt Schlüter.

In Bonn ist ein vergleichbares Konzept bislang nicht geplant. Zumindest würden der Stadt bislang keine entsprechenden Anträge vorliegen, hieß es auf GA-Anfrage. Sollte ein solcher Antrag gestellt werden, würde er aber „konstruktiv geprüft werden“, heißt es von der Stadt.

Obwohl in diesem Jahr viele Veranstaltungen in Bonn abgesagt werden mussten, gibt es dennoch einige Open-Air-Veranstaltungen: In der Rheinaue finden zum Beispiel die Kulturgarten-Konzerte mit Biergarten-Atmosphäre statt und auf dem Rasen vor der Bonner Oper gibt es ebenfalls eine Veranstaltungsreihe im Freien.