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Überfall mit Schlagstock: Tankstellenräuber stellt sich Kölner Polizei

Überfall mit Schlagstock : Tankstellenräuber stellt sich Kölner Polizei

Zwei Wochen nach dem Überfall auf eine Tankstelle in Köln-Niehl hat sich ein polizeibekannter Mann den Behörden gestellt. Nach seiner 34-jährigen Komplizin wird allerdings derzeit noch weiter gefahndet.

Am Donnerstag hat sich in Köln ein wegen räuberischer Erpressung gesuchter und mehrfach vorbestrafter Mann gestellt. Nach Angaben der Polizei Köln wird dem 44-jährigen Mann vorgeworfen, mit seiner Komplizin in der Nacht auf den 15. Mai eine Tankstelle in Köln-Niehl überfallen und beraubt zu haben.

Der geschädigte Tankstelleninhaber hatte darauf selbstständig Fotos seiner Überwachungskamera in den sozialen Netzwerken verbreitet. Der Aufenthaltsort der ebenfalls von den Ermittlern identifizierten 34-jährigen Komplizin ist dagegen noch unklar; nach ihr wird weiterhin gefahndet.

Wie die Kölner Polizei mitteilt, hatte das Pärchen in der Tatnacht gegen 3.10 Uhr den Verkaufsraum der Marken-Tankstelle an der Boltensternstraße betreten. Die schmale, blonde Täterin hatte die 53-jährige Kassiererin, die zu diesem Zeitpunkt alleine war, gepackt und unmissverständlich die Herausgabe des Kasseninhalts gefordert. Zur Bekräftigung drohte der 44-jährige Mann, ihr mit seinem Schlagstock den Schädel einzuschlagen.

Mit einem dreistelligen Bargeldbetrag entkam das Duo schließlich in Richtung Niehler Damm. Aufgrund von Zeugenhinweisen und einem entsprechenden Spurenbefund richtete sich das Augenmerk der Ermittler schnell auf das Paar. Die Beamten erwirkten daraufhin laut Mitteilung Haftbefehle gegen die Drogenkonsumenten.

Diese können keinen festen Wohnsitz vorweisen, sind bereits vielfach mit Drogen- und Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten und einschlägig vorbestraft. Erst eine Woche vor dem Überfall im Mai auf die betreffende Tankstelle war die 34-jährige Frau zuletzt aus der Haft entlassen worden.

Das weiterhin nach der Raubtäterin fahndende Kriminalkommissariat 14 bittet Zeugen dringend um Hinweise zu deren aktuellem Aufenthaltsort unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.