Großdemo Tausende fordern in Köln Freiheit für Öcalan

Köln · Tausende Kurden haben am Samstag in Köln für die Freilassung des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan demonstriert. Aus Sicht der Polizei verlief die Großdemo überwiegend störungsfrei.

Polizisten sichern eine Demonstration unter dem Motto «Freiheit für Öcalan».

Polizisten sichern eine Demonstration unter dem Motto «Freiheit für Öcalan».

Foto: dpa/Sascha Thelen

Schätzungsweise 15.000 Kurden sind am Samstag aus ganz Deutschland nach Köln angereist, um für die Freilassung des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan zu demonstrieren. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und begleitete den Demonstrationszug mit mehreren hundert Beamten, wie eine Polizeisprecherin am Samstag sagte.

Die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) ist in Deutschland als terroristische Organisation eingestuft und verboten. Ihr Anführer Öcalan sitzt seit 25 Jahren in der Türkei in Haft. Am 15. Februar 1999 war er in Kenia gefasst worden.

Bei der Überquerung des Rheins hätten einige Kundgebungsteilnehmer über Kreislaufprobleme geklagt, vermutlich wegen der Schwingungen der Rheinbrücke, hieß es von der Polizei. Ein Rettungswagen sei zum Einsatz gekommen. Zudem sei ein Rauchtopf gezündet worden.

Der Dachverband der kurdischen Kulturvereine Kon-Med teilte mit, Ziel der Demonstration sei es auch, auf schwere Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und Kriegsverbrechen der Türkei in Syrien aufmerksam zu machen und für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage einzutreten. Der Verband bezeichnete Öcalan als einen „demokratischen politischen Gefangenen“.

(dpa)
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