Staatsanwaltschaft Köln ermittelt Tödlicher Unfall im Phantasialand Brühl: Obduktion bringt mehr Klarheit

Brühl · Ein tödlicher Unfall hat den Saisonstart im Phantasialand Brühl überschattet. Ermittlungen sollen klären, ob Fremdverschulden oder Fahrlässigkeit vorliegen. Neue Erkenntnisse liefert jetzt das Ergebnis der Obduktion.

Die Achterbahn „Taron“ zählt zu den beliebtesten Attraktionen im Phantasialand Brühl. Im März wurde ein Mitarbeiter von einer der Bahnen erfasst und dabei tödlich verletzt.

Die Achterbahn „Taron“ zählt zu den beliebtesten Attraktionen im Phantasialand Brühl. Im März wurde ein Mitarbeiter von einer der Bahnen erfasst und dabei tödlich verletzt.

Foto: dpa/Oliver Berg

Nach dem schweren Unfall im Freizeitpark Phantasialand in Brühl, bei dem ein 43-jähriger Mitarbeiter tödlich verunglückte, liegt nun ein Obduktionsergebnis vor. Das bestätigte jetzt die Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage des GA. Für das Ermittlungsverfahren sei nun klar, dass der Mann tatsächlich durch den Unfall ums Leben gekommen ist, erklärte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Das bedeutet keine Wende in dem Fall, schließt aber aus, dass der Tod des Mitarbeiters schon vor dem Unfall, etwa durch Fremdeinwirkung oder einen Herzinfarkt, eingetreten sein könnte. Wie berichtet, wurde der 43-Jährige am Montag, 25. März, bei Wartungsarbeiten an der Phantasialand-Achterbahn „Taron“ von einer der Bahnen erfasst und starb noch am Unfallort. Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist es zu klären, unter welchen Umständen das Opfer ums Leben gekommen ist und ob ein strafrechtlich relevantes Fremdverschulden wie Fahrlässigkeit vorliegt. Dazu würden weiter Zeugen befragt, sagte Bremer am Freitag.

Hinweise auf ausgebliebenen Warnton

Die Bezirksregierung Köln prüft parallel, ob möglicherweise der Arbeitsschutz vernachlässigt wurde. Der Kölner „Express“ berichtete von Hinweisen, dass ein Warnton, der solche Unfälle verhindern soll, am fraglichen Montag nicht funktioniert hätte. Diese Aussage sei der Staatsanwaltschaft bekannt, erklärte Bremer, der sich unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen dazu nicht weiter äußern wollte.

Der tödliche Unfall hatte den Saisonstart in dem Freizeitpark, den jährlich rund zwei Millionen Menschen besuchen, überschattet. Geöffnet wurde wie gewohnt, es gab aber eine Gedenkminute. Angehörige des Verstorbenen haben bei einer Online-Spendensammlung rund 25.000 Euro für die Familie des 43-Jährigen gesammelt, damit diese trotz des Wegfalls des Einkommens im neuen Eigenheim wohnen bleiben kann. Die Ermittlungen dauern an.

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