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Sondersitzung im Landtag: Ursache für Brand in Leverkusener Chemiewerk noch unklar

Sondersitzung im Landtag : Ursache für Brand in Leverkusener Chemiewerk noch unklar

Die Ursache der schweren Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage ist weiter unklar. „Die Aufklärung der Ursachen dieses Unglücks hat für uns höchste Priorität“, versicherte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

Die Ursache der schweren Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage ist weiter unklar. „Die Aufklärung der Ursachen dieses Unglücks hat für uns höchste Priorität“, versicherte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Montag im Düsseldorfer Landtag in einer Sondersitzung des Umweltausschusses.

Bei dem Unglück waren Ende Juli sechs Menschen ums Leben gekommen, eine weitere Person wird vermisst. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Heinen-Esser berichtete, dass das NRW-Landesumweltamt (LANUV) bei Luftmessungen am Tag des Geschehens keine Auffälligkeiten festgestellt habe. Bodenproben mit Rußpartikeln, die nach dem Brand in der Umgebung niedergegangen waren, hätten „nur geringe Gehalte“ von Schadstoffen ergeben. „Diese Ergebnisse bieten keinen Anhaltspunkt für eine relevante Erhöhung des Gesundheitsrisikos im untersuchten Bereich“, sagte Heinen-Esser.

Die Ministerin kritisierte, dass das Unternehmen zunächst nur zögerlich Informationen geliefert habe. Dies sei allerdings wohl eher auf vorübergehende Überforderung und nicht auf bewusste Zurückhaltung zurückzuführen.

(dpa)